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Normale Version: Queer as Folk
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@ Babs und Bela:

In Deutschland ist man erst mit 21 Jahren voll strafmündig, bis dahin gilt das Jugendstrafgesetz. Erst ab 21 Jahren darf das allgemeine Strafrecht angewendet werden. Ich weiß zwar nicht wie es in den USA aussieht, ich jedenfalls halte dieses Gesetz für sinnvoll. Es zeigt, dass ein 18 jähriger durchaus das Recht auf eine weitere Chance im Leben hat und eben nicht wie ein erwachsener Verbrecher zu behandeln ist.

Ihr beiden benehmt euch als wäre dieser Chris freigesprochen worden oder als wäre Justin tot. Chris ist zu zwei Jahren auf Bewährung und 500 Arbeitsstunden verurteilt worden. Der Richter hat sich an die Fakten zu halten und anscheinend konnte Chris Anwalt Zeugen beibringen, die Justins und Brians Auftritt als bloße Provokation gesehen haben. Ihr habt die Szene doch selbst gesehen, es war nicht so als hätten da einfach zwei Schwule getanzt, der Ball wurde komplett unterbrochen, sodass alle nur auf die beiden starren konnten. Das ist ein himmelweiter Unterschied zu einfach tanzen oder Händchen halten. Schön fand das laut Justins Aussage nur Daphne. Man muss da auch mal auf dem Teppich bleiben.


@ Tobias:

Jeder hat natürlich das Recht seine Meinung zu schreiben, nur nach deinem Beitrag sehe ich ebenfalls für dich keinen Sinn darin die Serie noch weiter zu gucken. Wenn alles dermaßen doof ist, frage ich mich wie du es 22 Folgen lang aushalten konntest. Bitte, du brauchst dich nicht weiter zu quälen, nur um hier mitschreiben zu können.


@ Bela:

Ich musste schon den Kopf schütteln als ich deine Antwort auf Tobias Beitrag gelesen habe. Ich weiß deinen Neutralitätsversuch durchaus zu schätzen, aber deine Beiträge zur Serie sprechen eine völlig andere Sprache.



(20.01.2009 23:27)julchen007 schrieb: [ -> ]So dann versuch ich mal anzuknüpfen / aufzuholen.

@Brian/Justin/Hobbes: Mich hat es ziemlich gewundert, dass Brian doch noch am Prom auftaucht (also rein von Brians Charakter, für die Serie war es relativ klar). Als romantisch veranlagtes Mädchen konnt ich aber trotzdem nicht umhin mich wegzuschmachten bei dieser schön-kitschigen Tanzszene und die paar friedlichen Momente danach. Wie hier schon gesagt wurde - provoziert oder nicht provoziert, nichts rechtfertigt, einen Menschen mit einem Baseballschläger, den Kopf einzuschlagen. Das schließt nämlich schonmal Affekt aus, weil den Schläger muss er sich ja erstmal irgendwoher besorgt haben. Und bei einem gezielten Schlag auf den Kopf nehme ich bewusst in Kauf, dass der andere sterben könnte (oder sollte?)
Damit ist das für mich versuchter Totschlag (Mord würde heißen aus niederen Gründen und da kann ich mir nun nie merken was das für welche sind). Dazu kommt, dass man in Amerika ab 14 strafmündig ist. Das alles zusammen genommen ist auch für mich die verhängte Strafe zu mild.

@Michael/Brian: Ich fand es ziemlich gut, dass Michael gegangen ist und ein Stück weit losgelassen hat. Das Ende konnte niemand vorraus sehen. Dass er von Brian aber zumindest irgendeine Reaktion erwartet hat kann ich widerrum auch wieder verstehen. Nur weil er wegzieht heißt das nicht dass er alles unwiderruflich hinter sich lässt.

@Jennifer: So weh die Szene tat als sie Brian wegschickt, so sehr kann ich sie verstehen. Sie weiß, dass es Brian ist der Justin antreibt - wenn auch unbewusst, der ihm die Kraft gibt weiter zu machen aber wie oben nunmal schon erwähnt, ohne Brian wäre das alles auch nicht passiert. Was das widerrum für ihn selbst heißen muss lässt sich kaum erahnen. Dann noch weggeschickt zu werden, es vom Kopf her nachvollziehen zu können, vom Bauch her aber gar nicht gut zu finden macht die Situation für beide nicht leichter.

@Queer as Folk abstempeln: Es gab hier doch schon mal Menschen die der Serie erst eine 2. Chance geben mussten. Nur zu kucken ums zu kucken macht tatsächlich wenig Sinn, ich finde gerade QaF ist eine Show auf die man sich auch einlassen muss.

Ich kann mir nicht helfen, Jule, vielleicht habe ich auch eine gekürzte Version der Anhörung gesehen, aber von diesem ganzen Kram, den du schreibst habe ich nicht eine Silbe gehört vor Gericht. Ich habe mich schon darüber gewundert, dass wohl niemand in der Lage war Zeugen aufzutreiben, die den Auftritt nicht als Provokation sahen, aber ich habe auch keinen Einspruch oder sonst etwas gehört, die deine Argumente unterstützen würden. War da überhaupt ein Staatsanwalt oder jemand anderes, der die Anklage vertrat?

Auf deine Argumente kommt jeder Hobbykriminalist, nur wenn niemand da ist, der diese vernünftig vorbringt, kann man dem Richter doch erst Recht keinen Vorwurf machen.

Für mich lief das, wenn ich es unter deinen Gesichtspunkten betrachte, eher unter dem Motto: Wo kein Kläger, da kein Richter, denn eine Straftat kann nur dann bestraft werden, wenn jemand existiert, der diese Tat auch verfolgt.
@ Babs:

Keine Sorge, ich habe nicht Brian als hirnlosen Affen bezeichnet, sondern die ganzen namenlosen Kerle mit denen er Sex hatte. Zeige mir bitte einen einzigen in der Staffel auf den das nicht zutrifft.


@ all:

Ich erkläre es jetzt noch einmal:

Ich habe nicht gesagt, die Serie gefällt mir nicht, sondern ich bin nicht begeistert. Der Grund dafür ist, dass darin gute, wichtige und interessante Figuren als Blitzableiter verheizt werden. Ich lese es doch ganz klar in eueren Beiträgen. Dann habe ich eine Variante aufgetan, die meinem Erachten nach erwachsener und nicht ganz so langweilig wäre.


Ich habe mal Bilder von Hal Sparks aufgerufen und möchte euch zwei davon zeigen:

[Bild: 34promoshotcv5.jpg]
Quelle


[Bild: sm2predoa7.jpg]
Quelle


Was wäre so schlimm daran, Michael einmal so darzustellen? Hat man Angst davor, er könnte genauso viele oder sogar mehr Fans haben als Brian? Könnte er ihm vielleicht sogar die Show stehlen? Die Schauspieler und das schauspielerische Potenzial sind vorhanden, nur die Story wirkt in weiten Teilen ziemlich unflexibel, was Brian, Justin und Michael angeht. Ich habe die erste Staffel gesehen und in der letzten haben genau diese drei Figuren ähnliche Probleme untereinander wie in der ersten. Das kann ich natürlich nicht wissen, ich rate jetzt mal ins Blaue, aber die Situation wird mit Sicherheit eine ähnliche sein.


@ Bela:

Dankeschön. Ich nehme dein Angebot und euere Herausforderung sehr gerne an. Ich möchte kein Störenfried sein, aber ich werde dennoch meine Meinung vertreten und die wird Pro Michael und Kontra Justin eingestellt sein.


Die Diskussion hier gefällt mir sehr gut. Nicht nur, weil es sich um eine Serie handelt, die ich noch nie gesehen habe und die zum Teil schwule Themen verarbeitet, ihr habt hier etwas ganz besonderes und zwar die seltene The-Head-and-The-Heart-Konstellation. Während Julchen aus dem Herzen spricht ist Alex ein fast reiner Verstandesmensch. Das lasse ich mir auf keinen Fall entgehen.
(21.01.2009 08:53)julchen007 schrieb: [ -> ]Es stimmt auch, die Argumente kamen vor Gericht nicht auf, allerdings - korrigiere mich wenn ich das jetzt falsch gelesen habe - scheinst du ihnen auch nicht komplett zu widersprechen.

Ich widerspreche ihnen überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil, ich habe mich auch gefragt wo Chris so plötzlich den Schläger her hatte usw.

Natürlich ist diese Tat grausam, ich bin vollkommen gegen Gewalt, das habe ich auch mehrmals betont, ich möchte aufzeigen mit welchen zur Verfügung gestellten Informationen der Richter handeln musste. Nimmt das alles zusammen ist das Urteil dementsprechend korrekt.

Unfassbar finde ich den Aufstand, den Debbie zusammen mit der hochgelobten Community im Gerichtssaal anzetteln wollte und dann bekommen die noch nicht mal einen vernünftigen Ankläger gestellt. Wo war denn die Community? Und nachdem alle Stricke gerissen sind, warum hat Mel überhaupt nicht dem Mund aufgemacht? Sie kennt sich sehr gut aus vor Gericht und ausgerechnet bei diesem Verfahren flüstert sie vor sich hin, dass eh alles keinen Sinn hat und man nicht dagegen ankommt.

Ich denke, anstelle des Richters, sollte lieber der Ankläger oder die gesamte Commuity auf der Toilette festkleben.


@ Tobias:

Danke für den sehr aufschlussreichen Beitrag. Ich entschuldige mich für mein vorschnelles Handeln und heiße dich herzlich Willkommen in dieser Runde.



Folge 202 – Träume und Albträume


Während Justin mit Albträumen kämpft geht das Leben der anderen im Babylon weiter. Michael versucht sich als Brian-Attrappe und macht dabei eine ziemlich armselige Figur. Als Brian nicht mit ihm tanzen will, kommt die immer noch bestehende Eifersucht auf Justin wieder durch. Brian reagiert genau richtig und lässt Michael einfach stehen.

Am nächsten Morgen sieht man nur Michael die durchzechte Nacht an. Er lässt sich einfach gehen. Debbie und Emmet möchten ihn dazu bewegen sich endlich einen Job zu suchen, denn wenn ich das richtig verstanden habe, hat er keine Lust mehr auf seinen alten Job. Er war immerhin Filialleiter eines Supermarktes und wenn das nicht mehr gut genug ist, bin ich mal gespannt was er denn machen möchte. Für viele vernünftige Jobs ist er, denke ich, nicht geeignet.

Brian kann noch nicht mal eine normale Schaukel aufbauen, das lässt tief blicken. Er lacht Lindsay aus weil Mel ihren Heiratsantrag abgelehnt hat. Da Brian unter der Trennung zu Justin tatsächlich zu leiden scheint, schlägt Lindsay vor noch einmal mit Jennifer zu sprechen und zumindest nach Justins Zustand zu fragen. Aber Brian winkt ab und gibt Jennifer Recht.

Ich korrigiere mich, Michael möchte doch seinen alten Job wiederhaben, doch der ist natürlich schon vergeben. Es ist klar, dass niemand auf ihn gewartet hat. Nur der neue Filialleiter ist sehr unsympathisch und da kann ich es nachvollziehen, dass Michael kein Interesse daran hat, denn das hätte beim besten Willen keinen Sinn.

Jennifer ist verzweifelt. Sie erträgt es nicht, Justin so leiden zu sehen. Sie möchte helfen, doch Justin lässt sie nicht an sich heran. Sie heult sich bei Debbie und Vic aus, doch als Debbie vorschlägt, Brian und Justin wieder zusammenzulassen, wird sie böse. Sofort geht sie auf Distanz und versichert Debbie verärgert, sie könne selbst auf ihr Kind aufpassen.

Toll ist natürlich, dass sie Justin überhaupt nichts von ihrer Entscheidung bezüglich Brian gesagt hat. Sie überlässt es Brian Justin vor den Kopf zu stoßen und ihn nicht mehr in die Wohnung zu lassen. Auch die Erklärung dafür soll Brian liefern. Das ärgert mich kolossal, es war doch klar, dass Justin bei der nächsten Gelegenheit zu ihm geht. Ich hatte mehr Rückgrad von Jennifer erwartet, denn so spielt sie Brian einfach den schwarzen Peter zu.

Ted schaut sich schwulen Pornos während der Arbeitszeit an und wird dabei erwischt. Schon in der zweiten Folge habe ich mich gefragt wie das so ohne Weiteres möglich ist. Mit seinen Freunden telefonieren, einen Live-Stream gucken und dabei frühstücken. Das wäre auch bei uns ziemlich heftig, auch wenn Kaffeepause ist.

Justins Wutanfall kommt nicht überraschend, trotzdem ist es nicht richtig wie er seine Mutter mehrmals beiseite schubst. Sie hat in ihren Augen das Richtige getan, nur hätte sie mit Justin darüber reden müssen. Geht Justin eigentlich zu einer Therapie?

Ich ärgere mich sehr über Ted. Es ist doch nun wirklich völlig egal welche Art von Pornos er sich während der Arbeitszeit reinzieht. Es ist und bleibt ein sofortiger Kündigungsgrund und das Argument „Die anderen machen das auch“ lässt mich alles an Achtung, die ich bisher für ihn aufbringen konnte vergessen. Mit der Logik soll der mal vor ein Arbeitsgericht ziehen. Der guckt sich Pornos an und mir fällt keine Firma ein, in der das erlaubt ist.

Den Vergleich von „Citizen Kane“ und Brian find ich richtig witzig. Anscheinend läuft es bei Brian noch nicht mal auf seiner Spielwiese so wie es soll.

Jennifer besucht Brian und lenkt ihre Bitte an ihn ins genaue Gegenteil um. Das muss echt die pure Verzweiflung sein, Brian zu bitten ihren Sohn anzufassen. Vielleicht wäre es gut, wenn man die beiden einfach mal miteinander reden lässt, aber so kommt mir das eher wie die Besteigung durch einen Deckbullen vor. Irgendwie unpassend und plump.

Ted holt sich Rat bei Mel und ist entsetzt weil er vor Gericht keine handhabe hat. Ihre Begründung ist aber Schwulenfeindlichkeit, gegen die man in diesem Staat keinen rechtlichen Beistand hat. Das ist zwar traurig und ärgerlich, ich bleibe aber dennoch dabei, dass Schwulenfeindlichkeit nicht der grundlegende Faktor ist, der zu Teds Entlassung führte. Er hat sich erwischen lassen und die anderen scheinbar nicht, was anderes kann er nicht beweisen und damit kann er auch nicht auf Schwulenfeindlichkeit pochen. Er könnte es doch so machen, wie Lindsay sagte, zu seinem Chef gehen und ihm ordentlich die Meinung sagen, aber dazu ist er zu feige.

Lindsay gibt Mel dermaßen übertrieben recht nicht heiraten zu wollen und nur noch praktisch und nicht romantisch zu denken, dass Mel die Luft weg bleibt. So übertrieben hat sie es nicht gemeint. Ich finde es gut wie Lindsay sie damit umzustimmen versucht, guter Plan.

Justin ist so ein bescheuertes Kind und da ist mir auch egal was ihm schlimmes passiert ist. Der ist dermaßen verdreht im Schädel, das ist unfassbar. Er macht sich lustig über seine verzweifelte Mutter und rühmt sich bei Brian wie sehr er es ihr gezeigt habe. Brian versucht ihm ihre Beweggründe klar zu machen, aber der ist so behämmert, das es überhaupt keinen Zweck hat irgendetwas zu sagen. Brian nimmt ihn also wieder bei sich auf und er hält es mal wieder für Liebe. Ich kann gar nicht ausdrücken wie sehr mit dieser Idiot auf den Keks geht.

Oh Gott, Emmet und Michael müssen nackt kellnern. Es gibt Jobs, die sind in der Tat das letzte. Für diese notgeilen alten Säcke Essen zu servieren, woah, da muss ich mich schütteln. Davon mal ganz abgesehen könnte ich nicht essen wenn zwei nackte Kerle um den Tisch herumlaufen.

Wie kalt und mechanisch Brian Sex von Justin will unverantwortlich. Das hatte tatsächlich etwas von einem Deckbullen. Es ist klar, dass es so nicht funktioniert. Justin braucht Wärme und Verständnis und keinen kalten Sex, nur ist er bei Brian nicht unbedingt an der richtigen Adresse.

Immerhin spricht Brian mit einem Psychologen. Auf die Idee Justin zu einem zu schicken kommt ja niemand. Der macht ihm klar, dass es mit Sex nicht getan ist, welche Überraschung, sondern Brian muss sich doch mehr auf menschlicher Ebene mit Justin beschäftigen und das ist alles völlig neu für ihn.

Ted möchte jetzt also doch zurückschlagen und seinem Ex-Chef die Meinung sagen und dann möchte er vor ihm kriechen und um seinen Job betteln. Besonders würdevoll benehmen sich weder Ted, noch Emmet, noch Michael.

Brian, Justin und Daphne spielen den Abend noch einmal nach und hoffen, dass Justin sich erinnert, was auch teilweise der Fall ist.

Zum Thema würdenlosen Job setzt Michael noch einen drauf und nimmt die Stelle in seiner alten Filiale an. Klar wird er sofort von seinem neuen Chef gemobbt. Auch das hätte er sich überlegen sollen bevor er mit David zog, er hätte einen kleinen Gedanken daran verschwenden müssen was passiert wenn er wieder zurückkommen muss.

Auch am Tatort kann sich Justin nicht erinnern. Die Situation ist für Brian viel schlimmer als für ihn. Nur eine Hilfe ist es für beide nicht.

Ted verabschiedet sich bei seinem Chef und seine schwungvolle Rede bleibt natürlich aus. Ich halte den Chef für einen vernünftigen Mann, der keinerlei homophobe Merkmale aufweist. Wer das Internet nicht zu Dienstzwecken nutzt wird entlassen. Klar machen das viele, lassen sich aber nicht erwischen. Von Anfang an hatte ich absolut nicht das Gefühl, dass es hier ums Schwulsein geht. Auch die Frage ob Ted den Job gerne gemacht hat, macht klar warum es vielleicht sogar besser ist wenn er aufhört.

Bei Gus Geburtstagsparty ist Michael traurig, weil er meint alles verloren zu haben. Doch seine Mutter baut ihn auf, sagt ihm aber auch, er habe zuviel Unsinn im Kopf. Schön wie sie sich bemüht ihm zu helfen und Unrecht hat sie auf keinen Fall.

Als Gus einen kleinen Plastikbaseballschläger für Kinder geschenkt bekommt und damit herumfuchtelt, erinnert sich Justin und weicht verschreckt zurück.

Nach der Party macht Mel Lindsay einen Heiratsantrag und Lindsay sagt Ja. Es war klar, dass sich Mel nach dem Gespräch alles noch einmal überlegt und ein kleines Mädchen fragt die beiden warum sie nicht verheiratet sind. Über den Sinn der Ehe kann man sich streiten, nur für mich war es das Beste was ich je in meinem Leben gemacht habe.

Ich finde es unverständlich warum Justin so überrascht ist weil Brian versucht hat ihn zu warnen. Das halte ich allerdings für das mindeste. Ich kann mir nicht vorstellen, wie Justin erwarten konnte, dass Brian den Mund hält als er Chris mit dem Schläger sah. Da frage ich mich wirklich was für einen Menschen er in Brian sieht. Dann entdeckt er den blutigen Schal bei Brian. Über Brians Versicherung er sei nun so vorsichtig beim Sex wie beim ersten Mal musste ich allerdings lachen.
Über Justin kann ich auch nur den Kopf schütteln. Auch in seinem Alter kann man einen gewissen Respekt vor der Mutter erwarten und auch, dass er erkennt welche Sorge, sogar Verzweiflung dahinter stecken. Justin benimmt sich so als hätte seine Mutter ihn mit dem Schläger verletzt. Das Allerletzte ist, wie er sich auch noch über sie lustig macht. Das ist nicht das Verhalten eines normalen Menschen, egal wie alt er ist.

Michael versucht sein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Sein alter Job ist vergeben, dennoch war es einen Versuch wert zu fragen. Ich hätte den Stellvertreterjob auch nicht angenommen, das wäre mir auch nicht angemessen gewesen. Nur dieser andere Job war ja auch nicht das gelbe vom Ei, ganz im Gegenteil, würdelos ist da schon gar kein Ausdruck. Den Mut zu haben dann doch den miesen Job im Supermarkt anzunehmen sollte man schon anerkennen. Auch seine Enttäuschung ist begreiflich, er fühlt sich als habe er einen Fehler gemacht, doch es war richtig den Schritt mit David zu wagen und sich nicht immer fragen zu müssen was geschehen wäre, wenn er dessen Angebot ausgeschlagen hätte.

Über Ted habe ich mich auch geärgert. Immer dieser Aufschrei wenn einem Schwulen etwas passiert. Wenn das einer Hete passiert wäre würde kein Hahn danach krähen, aber bei einem Schwulen ist das direkt ein riesiges Drama, intolerant und schwulenfeindlich. Ich frage mich was Ted erwartet hatte, er kann froh sein, dass er den Job mit seinen vielen Nebenaktivitöten im Büro fast neun Jahre lang hatte. Ich denke, sich Pornos anzuschauen ist nun wirklich etwas von dem jeder Arbeitgeber erwarten kann, dass man das zu Hause macht. Ted hat das aber letztendlich eingesehen, denke ich.

Jennifers Bitte ist in der Tat etwas merkwürdig, doch sie bittet Brian Justin zu berühren, ihm zu zeigen, dass eine Berührung keinen Schmerz bedeuten muss und Brian interpretiert das als Aufforderung zum Sex. Zu welchem anderen Schluss sollte der auch gelangen? Und so versucht er es tatsächlich einfach, so als habe er einen Stricher im Bett. Justin hatte schon ein wenig mehr Aufmerksamkeit verdient. Zu meiner riesen Überraschung spricht Brian mal mit einem Mann. Dieser bringt ihn dazu bei Justin die richtigen Ansätze zu finden, auch wenn sich Justin nicht sofort an alles erinnert.

Die Bemerkung, Brian sei genau wie „Citizen Kane“ völlig überbewertet find ich nicht nur super witzig, es trifft bei Brian gleich auf mehrere Dinge zu.

Ich finde es immer schön wenn im Hause von Lindsay und Mel Frieden herrscht. Die beiden Frauen sind so verliebt, es ist die wahre Freude und wie liebevoll sie den Geburtstag für den Kleinen arrangiert haben. Die beiden denken nicht immer nur praktisch, manchmal sind sie hoffnungslos romantisch und das ist von Herzen schön.
(21.01.2009 13:53)Agent Scully schrieb: [ -> ]Zu Hal Sparks: Er spielt nunmal die Rolle eines Kind gebliebenen jungen Mannes, der seine Teenieliebe anbetet. Seine Rolle ist so angelegt und es würde absolut keinen Sinn machen, ihn auch Brian-like cool darzustellen, egal, wie cool Hal Sparks sein mag.

Seine Rolle ist nun einmal so angelegt, aber genau das stört mich ja daran. Er müsste gar nicht Brian-like sein und ob das cool ist mag ich bezweifeln. Ich weiß nicht wie ich es ausdrücken soll ... da gibt es ein Lied von Dead Can Dance, das heißt "In the Kingdom of the Blind the One-Eyed are Kings" und genauso kommt mir Brian vor.
Folge 203 – Alles nur Illusion


Ich hoffe, ich soll diese schwule Serie, die dort im Fernsehen gezeigt wird, als albernen Scherz verstehen. Ich hätte sie, wie Brian, auch sofort ausgeschaltet. Alle Argumente habe ich auch schon im Bezug auf Queer as Folk gehört, außer das die Serie auch ohne Sex auskommt. Beide Serien geben kein realistisches Bild des schwulen Lebens wider, ich würde es irgendwo dazwischen ansiedeln.

Brian soll eine Auszeichnung erhalten weil er Justin gerettet hat. Für mich ist das immer noch selbstverständlich. Niemand wäre doch einfach nach Hause gefahren wenn er Chris mit dem Schläger hinter Justin gesehen hätte. Ich verstehe nicht wie das eine Auszeichnung rechtfertigen soll.

Michael kann Justins Aufmerksamkeit bei Brian nicht gut ertragen und versucht ihn dazu zu bringen auch nochmal was mit ihm zu unternehmen. Da Brian zu müde für Stress ist willigt er ein mit ihm auf eine Comicbörse zu gehen.

Lindsay und Mel sind neu im Vorstand der Community und sie sind für Brians Preis verantwortlich. Als Brian den Preis immer noch ablehnt, was ich absolut nachvollziehen kann, droht Lindsay ihm sogar mit körperlicher Gewalt. Ich will mit der Community auch absolut nichts zu tun haben.

Gus macht seine ersten Schritte. Mel und Lindsay flippen total aus und das ist so richtig schön. Ein großer Schritt im Leben ihres Sohnes.

Ein schwuler Zeitungsmensch, der von Ted „Das schwule Gewissen Pittsburghs“ genannt wird, schreibt einen niederschmetternden Artikel über Brian. Er halte sich jede Nacht in Darkrooms auf und der Junge, den er gerettet habe, sei sein 18 jähriger Liebhaber, denn in Wirklichkeit sei Brian nichts weiter als ein Pädophilier. Also bis auf den Kinderschönder hat der Mann mit jedem einzelnen Wort Recht und wenn Lindsay und Mel vergessen haben sollten zu erwähnen, dass Brian lediglich seinem Liebhaber geholfen hat und keinem Wildfremden, ist das ganze Palaver um den Preis nichts weiter als eine Farce.

Au weia, dieses schwule Paar für das Emmet arbeiten soll ist ja nicht zum aushalten. Die sind echt zu glücklich. Irgendwie erinnert mich so was immer an eine Sekte, das stimmt irgendwas nicht. Sie wollen der Community also mehr Würde verleihen, soso. Was es mit den Ähnlichkeiten aus der Serie am Anfang zu tun hat verstehe ich nicht.

Brian ist da wohl ein Polizist dazwischen gekommen. Natürlich vergisst er sofort seine Verabredung mit Michael. Der wird sich schon wieder einkriegen, schließlich liebt er Brian und weiß, dass Brian an keinem einzigen Mann vorbeigehen kann. Ist schon alles ziemlich traurig.

Woah, Lesbensex ist wirklich nicht das meine. Die Community wird da schon ziemlich hölzern und bieder dargestellt, völlig übertrieben, aber ich finde das richtig witzig. Vielleicht kommen die so auch mal auf den Trichter wie sei bei vielen Schwulen und Lesben ankommen und von ihnen gesehen werden. Brian soll den Preis ablehnen und genau das wird er wahrscheinlich erst recht nicht tun wenn er hört was da dran hängt.

Michael ist verständlicherweise sehr sauer und enttäuscht. Trotzdem ist er entsetzt über den Artikel über Brian, doch Ted meint, der Schreiberling habe doch Recht und das meine ich eigentlich auch. Sogar Brian konnte das einzige Falsche im Artikel nur in seinem Alter feststellen.

Während Emmet ein wahrer Fan seiner neues Chefs geworden ist, weil sie ihn sogar dazu gebracht haben umzudenken und ein besserer Mensch werden zu wollen, wird schnell klar wie ultra treu die beiden tatsächlich sind. Voll die Heuchelei, so schwer ist es nun auch wieder nicht treu zu sein. Ich weiß nicht was daran so schwer sein soll.

Michael ist echt nicht zu helfen. Brian hat überhaupt kein Problem damit ihn zu versetzen, er ruft ihn noch nicht mal später an, um es zu erklären oder sonst etwas und trotzdem lässt Michael nicht locker. Auch wenn ihm seine Mutter sagt, dass Brian Justin liebt, ist das überhaupt kein Argument für ihn. Freundschaft und Liebe kann man nicht erzwingen, das weiß Michael auch, dann muss er eben weiter das kleine dumme Hündchen spielen, wenn es ihm Spaß macht.

Emmet denkt tatsächlich er sei der erste Seitensprung seines Chefs gewesen. Nun ist dieser Mann ein gefallener Engel und er die Schlange im Paradies. Ziemlich naiv für meinen Geschmack. Er sollte es besser wissen.

Boah ist das peinlich in dem Bücherladen. Zuerst macht Ted seinen Kniefall und dann kommt Justin angerannt und will Brian rächen. Brian hält sich im Hintergrund und lässt sich durch Justin vertreten. Was der Mann zu Justin sagt ist wirklich nicht verkehrt, doch der sieht das natürlich nicht und benimmt sich wie ein Dreijähriger. Das einzige was Brian dazu zu sagen hat, ist das sein Alter falsch benannt wurde. Ich begreife nicht warum sich alle so aufregen wenn es Brian genauso sieht. Wenn er etwas zu kritisieren hat, dann kann er das auch selbst und muss sicher nicht Justin vorschicken. Das ist total kindisch und wo bleibt Justins Therapie?

Emmet lässt auch noch den zweiten Engel fallen und hält sich immer noch für die Schlange.

Brian ist so was von durchschaubar. Natürlich möchte er den Preis jetzt unbedingt haben und zwar nur um der Community eins auszuwischen. Das habe ich mir schon gedacht, merkwürdig, dass Lindsay und Mel da nicht hinter steigen, obwohl die ihn schon seit Jahren kennen. Die haben das ganze von Anfang an falsch angefasst und jetzt stehen sie da. Schade nur, dass Brian das ganze Theater nur auf sich beziehen kann und nicht als Chance sieht Justin damit zu helfen. Schließlich soll dessen Lebensretter ausgezeichnet werden. Daran sollte Brian denken und nicht wie er der Community ins Gesicht schlagen kann.

Es ist wirklich nicht schön wie angewidert Michael aussieht wenn er seine Mutter trifft. Sie arbeitet in diesem Viertel und auch sonst ist es das Recht eines jeden Menschen dorthin zu gehen wenn er will. Das gilt auch für seine Mutter. Mit Vic im Schlepptau ist das ein verflucht spaßiges Duo. Doch Ted und Michael sind so langweilig und verbohrt, so ohne einen Funken Leben.

Bei der Party finden sie dann diesen Schreiberling und finden heraus, dass es sich um eine Bareback Party handelt. Bareback ist etwas Unfassbares für mich. Niemals werde ich verstehen wie man sich und andere dermaßen leicht und hirnlos gefährden kann. Ich verstehe auch nicht warum es einen Markt dafür gibt.

Vielleicht entscheiden sich Lindsay und Mel mal ob sie Brian den Preis nun verleihen möchten oder nicht. Jedenfalls haben sie einen Fehler gemacht und können sich ihre Tätigkeit im Vorstand wahrscheinlich auch in die Haare schmieren.

Brian will tanzen und Michael ziert sich. Brian hatte die Comicbörse schon längst vergessen und versteht Michaels Aufregung darum nicht. Michael ist wirklich kindisch wenn er meint das Leben geht immer auf dem gleichen Level weiter. Brian hat Justin zu Hause und will sein Leben weiterleben und da kommt Michael zu kurz. Das muss Michael zwar einsehen, nur finde ich schon, dass Brian wenigstens ein ganz klein wenig Zeit mit ihm verbringen könnte. Das mit dem Polizisten war überflüssig.

Emmet hat es endlich kapiert. Die beiden vernaschen jeden Hausmann, die sind nicht erst durch Emmet auf die Idee gekommen. Doch er kündigt trotzdem, da ihm die Heuchelei gegen den Strich geht, was ich ziemlich gut finde. Die beiden sind übrigens so tuntig das es kaum auszuhalten ist.

Nachdem der verlogene Schriftsteller seinen Preis abgeholt hat, zu dem Ted ihm auch noch Beifall klatscht, ist Brian an der Reihe seinen Preis zu holen, doch der taucht gar nicht erst auf.

Stattdessen geht er zur Comicbörse um Michael zu treffen, doch der ist anfangs gar nicht begeistert ihn zu sehen. Er sieht ein, dass sich alles geändert hat, was auch stimmt, doch Brian braucht nur zwei Sätze, um aus Michael wieder das dumme Kind zu machen und alles ist mal wieder vergessen.

Am Schluss kann sich Emmet noch nicht mal mehr die Schwulenserie anschauen, die er zu Beginn noch für lebenswert hielt.
Brian gefällt mir sehr in dieser Folge. Er gibt sich so viel Mühe mit Justin, übt mit ihm den Gang durch die Menge und geht früher zu ihm nach Hause. Das heißt nicht, dass Brian ein neuer Mensch ist, er hurt auch weiterhin in der Gegend herum und macht sich nicht so viele Gedanken um seine anderen Freunde. Dass mit dem Polizisten hat mich überhaupt nicht gewundert und auch nicht wie selbstverständlich es für ihn ist, Michael einfach zu versetzen. Doch nachdem Michael ihn darauf hingewiesen hat wie mies das war, versucht er sofort es wieder gut zu machen und geht zur Comicbörse, um Michael zu treffen. Er braucht eben hin und wieder einen kleinen Anstoß oder Hinweis, um das richtige zu tun, das gestehe ich ihm aber zu. Ich fand auch gut wie er mit dem ganzen Punk um seinen Preis umgegangen ist. Zuerst möchte er ihn nicht, weil er sich bewusst ist, ihn vielleicht gar nicht verdient zu haben, weil es auch für ihn selbstverständlich war Justin zu helfen. Dann weiß er auch, wie genau dieser Artikel seine Person beschreibt, aber er hat auch kein Problem damit. Er sieht keine Veranlassung dazu in irgendeiner Weise tätig zu werden und lässt Justin in dem Laden einfach laufen, um sich abzureagieren. Diese angebliche Rede, die er vor der Community halten wollte, war doch nichts weiter als den beiden Mädels Angst machen zu wollen. Ich rechne es ihm hoch an, dass er nicht zur Verleihung erschien und diese Sprache war in der Tat ziemlich deutlich.

Michael hat noch viel zu lernen, aber nicht mehr oder weniger als Brian. Auch er braucht ab und zu mal einen Dämpfer um wieder auf den Boden der Tatsachen zu gelangen. Für Brian überhaupt eine Karte zu besorgen war schon gewagt, aber ich stimme ihm zu, wenn Brian zusagt, dann hat er auch zu erscheinen und da würde es mich auch nicht interessieren warum er nicht da war. Sich auch noch die Sexstory mit dem Bullen anzuhören ist wohl ein wenig zu viel verlangt und Michael macht genau das richtige und lässt Brian stehen. Dennoch halte ich Michael für viel zu übertrieben was sein Verhältnis zu Brian betrifft. Die beiden sind keine fünfzehn mehr und nicht alle Schwüre, die sich die beiden jemals gegeben haben können lebenslang halten. Dass er immer noch auf diesen kindischen Kram abfährt wie die Sprüche von Brian zum Schluss, lassen ihn tatsächlich wieder wie ein kleines Kind aussehen. Der Groll gegen Brian stand ihm ziemlich gut zu Gesicht, es ließ ihn tatsächlich erwachsener wirken, vor allem weil er völlig recht hatte.

Ted verliert ein Idol. Ihm gaben die Worte dieses Schriftstellers einen gewissen Schub, einen Ansporn ein anständiger Schwuler zu sein und sich nicht wie ein Tier zu benehmen. Er hatte Respekt vor dem Mann, der ihm schon bei der Signierungsstunde im Buchladen ein wenig abhanden kam. Dessen Artikel konnte Ted nur zustimmen, genau wie es Brian selbst tat, aber den Kerl dann auf dieser Bareback Party zu erwischen, war mit Sicherheit ein verflucht harter Schlag für ihn. Bareback finde ich das Allerletzte. Durch diesen Mist werden immer neue Stämme des AIDS Virus geschaffen, denen man nicht Herr werden kann. Immer wieder neue Mutationen tauchen dadurch auf, die es unmöglich machen einen vernünftigen Heilstoff zu entwickeln. Für Ted ist etwas zusammengebrochen in diesem Moment und trotzdem applaudiert er als der Mann den Preis bekommt, weil er an dessen Worte glaubt und nicht mehr an den Mann selbst. Daher ist es verständlich, dass er den Mund hält und seine Entdeckung für sich behält. Damit lässt er zumindest den anderen die Chance auch noch an den Mann zu glauben.

Emmet verliert ebenfalls ein Idol. Zwar hat das nicht direkt etwas mit seiner Lieblingsfernsehserie zu tun, aber die Parallelen sind überdeutlich und auch absichtlich so gestaltet worden. Man sollte die Leute aus der Serie erkennen. Natürlich ist er wahnsinnig naiv, er kann sich nicht vorstellen, dass auch diese beiden Engel nur Masken tragen und sich gar nicht großartig vom Rest der Welt unterscheiden. Ich fand es ziemlich süß von ihm wie er zur Arbeit ging, so beschwingt und fröhlich. Er ist schon irgendwie etwas Besonderes, denn selbst wenn er sich die Schlange hält und später merkt, dass das gar nicht stimmt, hat er trotzdem soviel Rückgrad um zu kündigen und sich von der Heuchelei abzuwenden. So naiv er auch ist, er hat auf jeden Fall Prinzipien, an denen er festhält.

Debbie hat sich auch wieder eingekriegt und war in dieser Folge wieder sehr gut drauf. Sie möchte ihren Sohn natürlich nicht verletzen, sagt ihm aber trotzdem, dass er von Brian nichts mehr erwarten kann. Seine ultra kindische Reaktion darauf ließ sie schon ein wenig verzweifelt aussehen. Nur Brian kann sie diesmal keinen Vorwurf machen, es ist ihr Sohn, der es einfach nicht einsehen möchte. Es war witzig wie sie und Vic auf Ted und Michael trafen. Damit meine ich nicht Michaels Verhalten, das war unterirdisch, sondern wie lustig sie und Vic miteinander umgehen und wie sie die beiden alten Opas dazu bringen wollten endlich mal was zu erleben.

Ich frage mich was Lindsay um Mel im Vorstand der Community zu suchen haben. Die beiden passen überhaupt nicht dort hinein. Sie könnten dem Ganzen wenn überhaupt mehr Farbe geben und mehr Glanz. Auch hier ist das Verhalten der Anderen Mitglieder mit Absicht so übertrieben dargestellt worden. Mitglied dort zu sein kommt für mich genauso nicht in Frage wie Mitglied einer Partei zu werden. Es ist auch so möglich wählen zu gehen und sich politisch zu orientieren. Auf die Community bezogen denke ich, dass man auch ohne sie ein vernünftiges schwules Leben führen kann.
Folge 204 – Pride Weekend


Anscheinend findet in Pittsburgh so eine Art von CSD statt und alle sind völlig aus dem Häuschen. Vor allem Debbie weil sie es geschafft hat, Michael dazu zu bringen mitzugehen, was wohl das erste Mal war.

Mel bekommt Besuch von einer alten Freundin und freut sich ziemlich überschwänglich darüber.

Brian lässt sich von einem Mann anheuern, der offen schwulenfeindliche Kampagnen unterstützt. Mir ist nicht nur die Brillianz seines Auftritts entgangen, ich finde es ganz und gar niederträchtig für einen solchen Mann zu arbeiten. Da das nicht meine erste Folge ist, gehe ich entweder davon aus, dass sich Brian später als schwuler Held entpuppt oder es ihm völlig egal ist von wem er Geld bekommt, seine Freunde mal wieder ein wenig böse auf ihn sind und dann doch wieder angekrochen kommen.

Mel und ihre Freundin haben einiges erlebt, ein wildes Leben und sie kann nun nicht fassen wie brav Mel geworden ist. Für sie bedeutet es Stillstand eine Familie zu haben und zu heiraten. Lindsay ist ganz und gar nicht begeistert. Ich finde es tut ihr gut mal zu sehen, dass Mel auch für andere Frauen immer noch sehr ansprechend ist. Vielleicht gibt es ihr ja mal zu denken, wie sie Mel in letzter Zeit behandelt hat.

Jetzt ist Michael wirklich in der Klemme. Er hat seiner Mutter versprochen bei der Parade mitzugehen, doch dann erfährt er, dass einige Kollegen auch dorthin möchten um sich über die Schwulen und Lesben lustig zu machen.

Emmet hat eine Freundin verloren. Wenn mich nicht alles täuscht an AIDS. Er hatte extra ein Kleid für den Umzug für sie besorgt und es ihr ins Krankenhaus gebracht, aber wenig später kommt Vic mit der erschütternden Nachricht. Tut mir sehr leid für ihn, sie hat ihm etwas bedeutet.

Brian nimmt sich für die Werbung für den Schwulenhasser einen GoGoTänzer mit nach Hause und macht Fotos von ihm. Für das bunte Erfrischungsgetränk finde ich die Werbung gar nicht schlecht.

Debbie und auch Jennifer geben sich große Mühe für den Umzug. Debbie merkt, dass Michael nicht dabei sein möchte und das kränkt sie.

Lindsay läuft schnell zu Brian um sich auszuheulen. Leda heißt das Mädel wohl, das ihr solches Kopfzerbrechen macht. Dagegen wirkt sie wie eine biedere Hausfrau und mehr ist sie auch nicht. Dann entdeckt sie die Getränke des Schwulenhassers bei Brian und die erwartete Wut der Freunde auf ihn geht in die erste Runde.

Justin hilft Emmet die Sachen seiner Freundin zusammenzupacken. Er kann es immer noch nicht fassen. Sie sollte so schön sein bei der Parade und damit demonstrieren, dass ihr AIDS nichts anhaben kann. Justin schlägt vor, Emmet ihre Sachen tragen zu lassen, was ich absolut albern finden würde.

Im Krankenhaus trifft Justin auf Chris, der dort seine gemeinnützigen Stunden abarbeitet. In dieser Umgebung arbeiten zu müssen schürt seinen Hass auf Schwule nur noch mehr. Er macht Justin Angst und prophezeit, dass alle Schwulen früher oder später AIDS bekommen. Was sollte man sonst von ihm erwarten?

Lindsay gönnt Mel überhaupt keinen Spaß. Nicht, dass mich das wundern würde. Es macht sie wütend wenn Mel Motorrad fährt, obwohl Mel sie gefragt hat ob sie nicht mitfahren möchte. Plötzlich heißt es sie sind doch „Lindsay und Mel“, das dynamische Duo, bei dem gefälligst nur das gemacht wird, was Lindsay auch gefällt. Ich finde es genau richtig, dass Mel trotzdem einfach fährt.

Emmet ist sauer, weil der Rest der Welt vom Tod seiner Freundin nichts mitbekommen hat und es sie auch überhaupt nicht interessiert. Ich kann nicht nachvollziehen was er jetzt erwartet, vielleicht das der Umzug abgesagt wird oder alle schwarz tragen oder wie stellt der sich das vor? Ich kann verstehen wenn ihm nicht zum feiern zumute ist, aber dann sollte er nach Hause gehen.

Ted ist um eine Erfahrung reicher. Es ist diese kranke Welt, die in dieser Serie aufgebaut wird, die Menschen in Klassen aufteilt. Ted sieht gut aus und ist intelligent und im Grunde genommen kann er sich doch freuen, dass dieser Kerl ihn für die „gute Tat“ des Jahres ausgewählt hat. Brian würde sich wahrscheinlich darüber kaputt lachen, die Idee könnte glatt von ihm stammen, denn auch er gehört zu den ganz Tollen. Was die anderen empfinden, wenn sie nach dem Sex einfach weggeworfen werden ist für sie nicht von belang. Ich werde dieses Verhalten niemals verstehen.

Mit Michael geht das „Wir müssen jetzt alle böse auf Brian sein“ in die zweite Runde. Aber Brian hat ganz andere Sorgen, denn Justin geht es nicht gut. Nach dem Treffen mit Chris ist er verstört und möchte nicht mehr zur Parade gehen.

Lindsay macht Leda dafür verantwortlich, dass Mel mit dem Motorrad zur Parade möchte. Leda verteidigt sich, sie hat es Mel nicht eingeredet und Lindsays dummes Argument lautet einfach, dass sie es ihr auch nicht ausgeredet hat. Lindsay ist doch nur neidisch auf den Spaß. Es geht doch gar nicht darum, dass Mel vielleicht wieder etwas mit ihrer Verflossenen anfangen könnte, es geht hier nicht um Eifersucht, sondern nur um Neid.

Emmet, Michael und Ted hocken zu Hause herum während sich die Parade sammelt. Dann hat Emmet die Idee Michael in einen Fummel zu stecken und ihn so zur Parade gehen zu lassen und er hat dann seine Queen wieder.

Brian garantiert mit seiner Kampagne einen jährlichen Umsatz von mehreren hundert MILLIARDEN Dollar. Ich habe die Szene noch mal extra zurückgespult. Was soll das für ein Unternehmen sein, hat Coca Cola plötzlich Öl gefunden oder was? Brian vertickt das Zeug an eine handvoll Schwule und meint er habe einen Weltkonzern aufgebaut. Ich weiß ja, dass einige Dinge in der Serie mit Absicht übertrieben dargestellt werden, aber das ist mega Schwachsinn mit einem Krönchen drauf. Ich bin fassungslos so dämlich finde ich das.

Warum wundert es mich nicht, dass Brian selbstverständlich weiß von was für einem Kerl Ted abgeschleppt wurde? Klar, er gehört ja zur gleichen Menschen verachtenden Gruppe, zum Gipfel der Evolution und jeder darf sich sein Leben lang daran erinnern, wenn er auch mal ausgesucht wurde von den tollen Kerlen. Beschämend.

Justin wollte dort zwar nicht hin, aber weil Brian es nicht verschmerzen kann, das Chris gewinnt gehorcht Justin selbstverständlich. In welchem Zusammenhang das stehen soll weiß ich nicht. Auch als Brian ihm sagt, er solle jetzt mit seiner Mutter gehen, nimmt Justin sofort die Beine in die Hand.

Michael sieht als Frau echt schön aus, hätte ich nicht gedacht. Auch wie er seinen Chef abfertigt ist ziemlich cool.

Der Gipfel wäre gewesen wenn Brian Justin alleine nach Hause gehen gelassen hätte. Justin ist völlig überrascht, er weiß doch schließlich, wie dringend Brian Sex mit anderen Männern braucht.

Als Emmet eine neue dunkelhäutige Freundin findet und Ted mit Brians Spruch tatsächlich jemanden aufgerissen hat ist das Happy End perfekt.

Das war mit riesigem Abstand die dämlichste Folge, die ich je gesehen habe.
Keine Sorge, davon wird es noch einige geben.

Brian als Unterstützer der Community fand ich auch geradezu lächerlich, vor allem wenn man bedenkt, wie er ihr bisher gegenüberstand. Nicht nur bei der Zahl musste ich echt lachen, sondern auch, weil er dem Mann nahe legte, zu spenden. Erst mal ist dieser Unternehmer viel zu dumm, um sein Unternehmen zu retten oder es anderen zu überlassen, nein, er muss unbedingt auf Brians Forderung eingehen. Das Zeug schmeckt anscheinend überhaupt nicht und trotzdem trinken es die Idioten und dann die Spende, warum sollte er irgendetwas spenden, sie trinken es doch sowieso. Mehrere hundert Milliarden Dollar, wo hat er die Zahl her, aus der Daimler Benz Bilanz?

Die Unterscheidung zwischen „Übermenschen“ und Wegwerfobjekten hat mich immer schon gestört. Wer gibt wem das Recht andere so zu behandeln? Das ist anscheinend toll oder cool wenn sich jemand so verhält und was die Weggeworfenen denken interessiert doch keinen. Das ist auch etwas was mich in den FanFictions so unglaublich ärgert. Brian weiß sogar was Ted passiert und handelt nicht. Das ist so arrogant und ekelhaft, geradezu unmenschlich. Jeder der das Gegenteil sagt, sollte sich überlegen wie sich derjenige fühlt, der weggeworfen wurde und dann möchte ich sehr gerne wissen mit welchem Recht sich ein Mensch über andere erheben will.

Dennoch hatte die Folge einige Lichtblicke:

Michael zum Beispiel hat mir sehr gut gefallen. Seine Sorge, die Kollegen bei der Parade zu treffen ist mehr als verständlich. Mit der Enttäuschung seiner Mutter kommt er nicht gut zurecht, weiß aber nicht wie er sich helfen soll. Emmets Idee war krass, aber cool und ich finde ihn im Kleid auch sehr attraktiv. Schöne Lösung für dieses Nerven zerreibende Problem.

Leda ist eine aufregend schöne Frau, die witzig ist und was erleben möchte. Niemand kann ihr den Vorwurf machen Mel zu etwas angestiftet zu haben oder gar angemacht. Sie scheint die Beziehung zu Lindsay zu akzeptieren und versucht nur etwas Schwung in den biederen Haushalt zu bringen. Mel ist alt genug um selbst zu entscheiden was sie will, da muss ihr niemand etwas ein- oder ausreden. Sie ist auch nicht Lindsays Puppe, die sie aus dem Karton holen kann wenn ihr danach ist. Anstelle selbst mit ihr zu reden, redet Lindsay lieber mit allen anderen und daran ist sie selbst schuld.

Justins Treffen mit Chris wirft ihn wieder zurück und macht ihm Angst. Brians Therapie mag zwar lieb gemeint sein, aber es wird endlich Zeit das einem Profi zu überlassen. Von Anfang an stand die Frage nach einem Therapeuten im Raum, aber das haben wohl alle vergessen oder halten es nicht für nötig. Schön war zu sehen wie gut er sich jetzt mit seiner Mutter versteht, das sah letztens noch ganz anders aus.

Zu CSDs insgesamt kann ich sagen, dass das überhaupt nichts für mich ist. Ich sehe darin nichts weiter als eine bloße Provokation unsererseits. Fast nackt auf der Straße herumzuhampeln und sich wie Idioten zu benehmen schürt nur das Unverständnis und den Hass gegen uns. Feiern und verkleiden können wir uns zu Karneval, wie alle anderen auch. Ich denke, dass ruhige und gelassene Aufklärung immer noch viel mehr Wert ist.
Folge 205 – Folge deinem Traum


Lindsay und Mel geben ihren Freunden ihre Hochzeitspläne bekannt und alle freuen sich, bis auf Brian natürlich, aber das ist nur sein übliches rumgequäcke, er wäre krank wenn er nicht seine Sprüche vom Stapel lassen würde. Doch Ted fehlt in der Runde und Emmet geht sogar soweit sich vorzustellen, dass er sich etwas angetan haben könnte.

Ted hat sich mit Pornos eingeschlossen, aber Emmet möchte ihn dazu bewegen sich wieder einzukriegen und sich wieder nach draußen zu wagen. Das ist anscheinend gar nicht so leicht.

Justin hat immer noch Probleme mit seiner Hand und am nächsten Tag ist der erste Schultag an der Kunsthochschule. Er versucht zu zeichnen, aber seine Hand zittert. Brian bemerkt das natürlich nicht, er hat wie immer nur Sex im Kopf und obwohl Justin mehrmals ablehnt, interessiert das Brian überhaupt nicht. Dieser Vollidiot.

Michael fühlt sich wie ein Versager. Durch die Hochzeitspläne der beiden Frauen und Justins Aufnahme in der Kunsthochschule fühlt er sich nicht wohl, immer noch im Supermarkt arbeiten zu müssen, nur fällt ihm im Moment noch kein konkretes Ziel ein.

Emmet ist ein wenig verzweifelt wegen Ted und holt Michael und Brian mit ins Boot. Während Michael und Emmet ihn unter die Dusche zwingen besorgt ihm Brian einen Job als Buchhalter in der Firma, in der er auch arbeitet.

Michaels Job ist Mobbing pur und ich bin auch der Meinung, dass man sich nicht alles gefallen lassen muss.

Der Dekan an Justins Hochschule gibt ihm direkt am ersten Tag zu verstehen, dass seine Hand ein Problem ist und er sich ernsthaft überlegen soll ob er den Anforderungen jetzt noch gewachsen ist. Das mag zwar hart klingen, ist aber verständlich. Justin mag Talent haben, nur bringt es ihm nichts den Anderen von Beginn an hinterher zu hängen. Wenn seine Hand nicht besser wird, muss er sich auf einen anderen Beruf konzentrieren.

Michaels Lieblingscomicladen schließt bald und da frage ich mich sofort, warum er die Gelegenheit nicht beim Schopfe packt. Das ist DIE Gelegenheit und ich könnte keinen besseren Comicladenbesitzer vorstellen als ihn. Es ist sicher nicht leicht einen eigenen Laden zu finanzieren und zu führen, aber Michael hat bereits eine Supermarktfiliale geführt und Comics sind sein Leben. Ich kann das nur befürworten und freuen würde es mich für ihn auch.

Justin will die Schule schmeißen, ein logischer Schritt. Aber die Zeit dann im Babylon mit Kerlen und Drogen totzuschlagen ist wohl auch nicht so das richtige. Er muss erst einmal begreifen, dass ein neuer Lebensabschnitt begonnen hat und dann finde ich es in Ordnung wenn er erst einmal seinen Schmerz bewältigt.

Michael macht sich buchstäblich zum Clown. Natürlich lässt Lindsay die Gelegenheit nicht aus um ihn auszulachen. Auch seine Bitte Brian nichts davon zu erzählen, erwidert sie nicht.

Brian tut so als würde er Ted in der Firma nicht kennen und das finde ich persönlich echt arm. Natürlich ist die Teewerbung seines Mitarbeiters das Allerletzte schließlich hat er sie nicht gemacht, aber dafür ist das Zeichenprogramm schön, das wäre doch glatt für Schatzi zu Hause.

Wenn Brian nicht in der Stimmung ist für Sex, dann hat Justin natürlich keine Chance. Genauso wie bei dem Zeichenprogramm. Dachte Brian tatsächlich das Problem wäre so einfach gelöst? Ich steige echt nicht dahinter was der Mann sich denkt.

Endlich schmeißt Michael diesen miesen Job hin. Das war längst überfällig. Echt super cool wie er den Job hinschmeißt, dann Tracy und dann den Marktleiter küsst. Michael wird erwachsen, das steht ihm sehr gut.

Justin hat auch im Restaurant Probleme mit seiner Hand. Das gibt ihm noch lange nicht das Recht sich wie eine offene Hose zu benehmen. Für ihn sind anscheinend alle verantwortlich was ihm passiert ist. Dann meint er auch noch er könne mit Debbie genauso ekelhaft umspringen wie mit seiner Mutter. Zu seiner großen Überraschung lässt sich nicht jeder dieses unverschämte Benehmen gefallen. Debbie findet genau die richten Worte um ihn das kurz und knapp deutlich zu machen.

Lindsay stellt Justin eine Behinderte Malerin vor, die gerade eine Ausstellung hat. Sie erklärt Justin ihre Situation und er begreift, dass sein Erlebnis nicht das Ende der Welt bedeuten muss, es sei denn er will es so. Das fand ich richtig gut von Lindsay, das war der richtige Anstoß für Justin.

Debbie kann nicht fassen, dass Michael gekündigt hat und überlegt ob er sich nicht entschuldigen und wieder hingehen soll. Der versucht aber das Comicheft, das Brian ihm zum Geburtstag gescheckt hat, zu versteigern, um den Comicladen zu kaufen. Da natürlich nur Brian weiß wie man bei Ebay etwas richtig versteigert, ist Michael mal wieder auf seine Hilfe angewiesen. Auf die Idee des mitsteigerns ist der gute Michael noch gar nicht gekommen und weil Brian der Allercoolste ist und weiter setzt bekommt Michael das Geld für den Laden zusammen.

Au weia. Ted will seinen neuen Job wieder hinschmeißen, um eine eigene Pornowebseite zu machen. Auf diese Idee ist sicher noch niemand gekommen, daher sind die Erfolgschancen auch so unglaublich vielversprechend. Da die Folge aber „Folge deinem Traum“ heißt und das dann auch jeder tun muss, gibt es für ihn kein zurück.

Hach ich kann mir vorstellen wie toll das ist in einem eigenen Laden zu stehen und das zu verkaufen was ich liebsten habe. Diese Entscheidung war goldrichtig.
In dieser Folge wird sehr viel umgedacht und verändert. Einen Traum zu folgen muss sich nicht unbedingt positiv auswirken, es bedeutet das Herkömmliche zu verlassen und dem zu folgen was man schon immer machen wollte.

In Michaels Fall bedeutet das ein Comicladen. Zu Beginn rumort es in ihn, er ist unzufrieden, möchte weiterkommen, kann aber noch kein genaues Ziel benennen. Er macht eine schnelle und rasante Entwicklung durch. Bei seinem Job wird die Verachtung ihm gegenüber auf die Spitze getrieben, er hat es in der Tat nicht nötig sich so behandeln zu lassen. In jedem anderen Supermarkt würde man ihn besser behandeln. Es ist erfrischend wie er sich durchsetzt und kündigt und seinem Chef noch schnell demonstriert von wem er beim Pride Weekend geküsst wurde. Seine Entscheidung Brians Comicheft zu verkaufen macht ihn selbstbewusst und erwachsen, er ist in der Lage sich davon zu trennen um im Leben weiterzukommen. Warum man dann Brian das Helft verkaufen lassen muss, damit dieser Michael mal wieder erbärmlich nennen kann, verstehe ich auch nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Michael das Grundprinzip einer Versteigerung nicht verstanden hat. Das gibt dem Ganzen einen Dämpfer und lässt einen mit den Augen rollen, Schade, Michael hätte es durchaus verdient bis zur letzten Instanz dieses kleinen Unternehmens souverän zu sein.

Justin ist am Boden zerstört. Er reagiert mit Wut, als er merkt, dass er die Fähigkeit für die er geboren wurde nicht ausüben kann. Damit kann er einen großen Inhalt seines bisherigen Lebens vergessen und wenn man bedenkt auf welche Weise ihm das genommen wurde, ist sein Verhalten auch Debbie gegenüber völlig verständlich. Sie weißt ihn zurecht, was ich auch gut fand, aber helfen kann ihm nur Lindsay. Ich fand es großartig von ihr, ihn zu der Ausstellung mitzunehmen und zu zeigen, dass das Leben trotz allem nicht hoffnungslos ist. Dieses Computerprogramm mag von Brian lieb gemeint sein, nur sah das für mich nicht nach einer Zeichnung aus, was Justin da am Schluss fabriziert hat. Die Striche waren viel zu dick, man konnte überhaut keine Feinheiten erkennen. Die Tatsache, dass seine Hand zittert wird mit dem Programm doch nicht gelöst und weiter zur Schule gehen kann er auch nicht.

Über Ted bin ich entsetzt. Ich hätte nicht gedacht, dass ihn seine Entlassung so mitnimmt. Wie er sich gehen lässt ist traurig und unwürdig, er ist wesentlich mehr wert, nur scheint er das nicht zu erkennen. Seinen Job hat er nie gerne gemacht, da ist es verständlich, dass er sich nicht außerordentlich freut, wenn er ihn weiter machen darf, vor allem nicht wenn Brian ihm diesen besorgt hat und er ihm ewig dankbar dafür sein muss. Er könnte auch andere Jobs machen, er hat sich zu schnell hängen lassen und gar nicht richtig nach etwas neuem gesucht. Eine Pornoseite aufzumachen halte ich auch nicht unbedingt für einen Glücksgriff, es gibt Konkurrenz wie Sand am Meer und ich kann mir nicht vorstellen wie man davon leben soll. Dann gefällt mir das Flair für Ted nicht. Er ist kein Pornoonkel, er ist immer so solide und das passt überhaupt nicht zu ihm.

Brian finde ich absolut überflüssig in dieser Folge. Alle Figuren mit wichtigen Handlungssträngen wären am Schluss auch ohne ihn auf das gleiche Ergebnis gekommen. Ich habe das Gefühl, man hat ihn mit Gewalt in jeden Handlungsstrang gezwungen, weil er die Hauptfigur ist. Michael hätte das Heft auch ohne ihn verkaufen können, Ted hätte seine Pornoseite auch so aufgemacht und Justin hat ohne ihn den nötigen Ruck bekommen weiter zu denken.
Folge 206 – Die Größe zählt


Ted denkt tatsächlich eine neue Idee in der Pornowelt aufgetan zu haben. Seine Freunde sind nicht davon überzeugt und ich ehrlich gesagt auch nicht. Das klingt alles nach dem üblichen Pornokram.

Michael wird hoffentlich noch nicht die Lust am Laden verlieren. Klar, ist es am Anfang schwierig und der Vorbesitzer hat anscheinend wirklich alles nur nach Augenmaß gekramt. Es wäre aber sehr schade Michaels Talent und Fachwissen mit irgendwas anderem zu verschwenden.

Justin versucht es noch einmal bei seinem Dozenten. Er hat einige neue Werke aus dem Computer mitgebracht und obwohl sich der Dozent auf die herkömmlichen Methoden zum zeichnen beruft, kann Justin ihn überzeugen, das die traditionellen Zeichenmöglichkeiten für ihn ein Handicap sind. Er darf an der Schule bleiben.

Ich glaube, ich habe irgendwas nicht mitbekommen. Von einer Sekunde auf die andere schlägt die Stimmung am Tisch mit allen Freuden völlig um. Zuerst freuen sich alle wie verrückt über Justins Erfolg und dann verbittet sich Lindsay bei Tisch über Sex zu reden. Ich weiß zwar nicht was sie sich dabei denkt oder einbildet, nur hocken sofort alle stumm rum. Als Justin und Brian den Raum verlassen wetten, Vic, Ted, Emmet Michael und Mel darum wie lange die Beziehung zwischen Justin und Brian wohl dauert. Für Debbie ist das die Gelegenheit eine Moralpredigt zu schwingen und für Lindsay mit den Augen zu rollen von Mel zu verlangen sofort das Haus zu verlassen.

Lindsays Probleme möchte ich haben. Sie verlässt das Haus fluchtartig weil es den ganzen Abend nur sexuelle Anzüglichkeiten gegeben hat. Da frage ich mich ernsthaft ob sie die ganzen Jahre, die sie die Leute schon kennt noch nie zugehört hat. Ich begreife nicht was der Aufstand jetzt soll und vor allem nicht, warum Mel das jetzt wieder ausbaden muss. Mit dieser Frau könnte ich nicht leben.

Ein Professor bittet Michael in der Uni einen Vortrag über Comics zu halten. Ich finde den Vorschlag gar nicht schlecht und ich bin auch der Meinung, dass Michael ein absoluter Fachmann ist.

Gerade als Brian ein kleines Sexspielchen im Supermarkt mit irgendeinem Kerl beginnen möchte, kommt Justin dazwischen und diskutiert mit ihm über Spagetti. Der Kerl dreht sich um und flüstert einem anderen Kerl zu, dass der super tolle Brian Kinney jetzt wohl in einer Beziehung lebt. Ich denke, seit Ausbruch des zweiten Weltkrieges hat die Welt nie wieder eine solch erschütternde Meldung gehört. Anstelle, dass Brian darüber lacht, rattert es in seinem kleinen Hirn. Nichts wie raus aus der Beziehung, sonst halten mich alle nicht mehr für toll! Meine Güte ist das kindisch! Ich frage mich manchmal auf welchem Planten die leben.

Teds Webseite wirft nicht den erwünschten Gewinn ab, wer hätte das gedacht? Nachdem er seinen einzigen Mitarbeiter nicht bezahlen kann, geschweige denn die versprochene Krankenversicherung und Altersvorsorge, kündigt der kurzerhand. Ich halte Ted für einen intelligenten Menschen, aber manchmal macht er mir das echt schwer.

Justin ist immer noch nicht in der Realität angekommen. Während er bei Daphne noch das frohe Wort verkündet, Brian habe sich geändert und den tollen im Supermarkt habe er kaum angesehen, erwischen sie Brian mit genau diesem Typen beim Sex. Nicht das Brian das stört, nö wieso auch, der macht einfach weiter. Gerade dieser Kerl, des es gewagt hatte etwas, in seinen Augen, negatives über Brian zu sagen. Dem muss sofort das Gegenteil bewiesen werden. Das ist derart traurig, Brian ist so kleinkariert mit seinem Minderwertigkeitskomplex, dass Justin sich echt mal überlegen sollte ob er nicht irgendwo anders besser aufgehoben ist. Brian zieht den Jungen dermaßen mit runter, das ist echt nicht normal. Brian sollte dringend einen Psychiater aufsuchen, ganz ganz dringend.

Emmet ist beleidigt, weil ihm offensichtlich niemand zuhört. Er hatte Ted gewarnt und fand Michaels Eröffnungswitz für den Vortrag witzig, aber beide ignorieren ihn. Dann kommt Gottes bester Wurf hinzu und gibt sich beeindruckt wegen der Vorlesung. Ich bin mal gespannt ob Michael auch diesmal Brians Unterstützung braucht oder ob er einmal was alleine schafft.

Justin lässt sich keinen Kuss von Brian geben und sofort kommt die Brian-Polizei in Person von Michael angerannt. Schon bei der Frage „Was hat er jetzt wieder angestellt?“ habe ich Lust Michael eine reinzuhauen. Warum fragt er nicht Brian? Was geht ihn das überhaupt an? Aber nein, Hilfe, es gibt ein Wölkchen am Brian-Himmel und das muss sofort und unter allen Umständen von Michael vernichtet werden. Auch wenn das heißt Justin verbal ins Gesicht zu treten, ist alles egal.

Emmet schlägt Ted vor bei ihm und Michael einzuziehen, doch dann entdecken sie zufällig den Pornostar, den Ted einmal für Emmet arrangiert hatte im Fitnessclub und wollen ihn dazu bewegen auf Teds Pornoseite aufzutreten. Doch ganz ohne Versprechungen läuft das nicht. Die Szene ist super witzig, da musste ich echt lachen. Emmet ist cool darin den Mann zu ködern.

Ich hatte zuerst echt Angst Brian würde mit zu dem Vortrag kommen, als er mit Michael dorthin fuhr. Aber Michael versucht es allein. Das Lampenfieber ist verständlich und auch wie sich die ganzen Möchtegern-Professoren anfangs lustig machen. Sie sind nun mal die Schlausten und beibringen muss ihnen auch niemand mehr was.

Also Lindsay sollte vielleicht Nonne werden. Vielleicht findet sie dann den Frieden vor der sexuell verseuchten Welt. Mel hält ihr Geplänkel nicht ab sich darüber lustig zu machen und zeigt Lindsay ein altes Helft, in dem Nacktbilder von Mel abgebildet sind. Ich finde die Bilder sehr schön, geschmackvoll und Mel ist eine wunderschöne Frau. Trotzdem hat sie Angst vor Lindsays Reaktion.

Als Ted sich schon am Ziel seiner Träume sieht, nachdem sich über fünfhundert Leute bei seiner Seite angemeldet haben, sagt der Pornostar einfach ab. Als Notlösung will Ted Emmet aus dem Hut zaubern, aber der wehrt sich mit Händen und Füßen. Erst die entsprechende Summe lässt ihn aufhorchen.

Justin hat eine Audienz bei Brian, aber Justin macht lieber Hausaufgaben. Als Brian auf Justins Frage ob er auch bei ihm sein darf, wenn man ihm nicht den Schädel eingeschlagen hätte, nicht beantworten kann, lässt Justin ihn einfach stehen.

Michael ist also gar nicht erst zu der Vorlesung erschienen. Das finde ich sehr enttäuschend. Als der Professor nach einem neuen Termin fragt, weicht Michael aus. Doch der Professor lässt nicht locker und möchte Michael klarmachen, dass sein Wissen keinesfalls unnütz ist.

Emmet gibt wirklich sein bestes vor der Kamera und die Abonnenten sind total begeistert. Am Ende springt für Ted sogar noch mehr dabei raus aus wie mit dem Pornostar. Auch die Szene fand ich sehr lustig.

Michaels Vortrag war fantastisch. Ich bin richtig stolz auf ihn. Kurz nach Beginn lässt er seine Aufzeichnungen beiseite und erzählt warum er Comics liest. Sein Vergleich zwischen Superhelden und Schwulen ist überraschend realistisch.

Justin flüchtet zu Debbie und die schwingt die Hufe zu Brian. Der benimmt sich natürlich wie ein Arschloch und meint auch noch er wäre cool. Debbie kommt da schon auf den richtigen Trichter, aber ich denke Brian verwechselt Schuldgefühle immer noch mit Liebe.

Emmet war so cool bei seinem ersten Autogramm. Schreibt der einen halben Roman auf das beste Stück des anderen. Das war so witzig. Insgesamt haben mich Ted und Emmet die ganze Folge über zum lachen gebracht.

Lindsay hasst Pornohefte ja so sehr, dass sie sich sofort ausziehen und an sich herumspielen muss als sie Mels Bilder betrachtet. Ist natürlich völlig in Ordnung und Mel wirft sie zusätzlich noch vor, dass sie keine Geheimnisse zwischen ihnen haben möchte. Merkt die eigentlich wie verdreht das ist?

Ähnlich verdreht sind auch Brians Ansichten. Meine Güte, hat der eine Angst er könnte sich ausversehen nur mit einen Zehnagel irgendwo einreihen. Das ist so ein gequirlter Blödsinn, den er da erzählt, aber immerhin darf Justin bei ihm bleiben und bekommt sogar das Gefühl ein wenig Kontrolle haben zu dürfen. Ich bin sehr gespannt.

Ach das war ja so klar. Gerade als ich mich gefragt habe warum dieser super tolle und wunderschöne Professor was mit Michael – nichts für ungut – anfängt, lässt er die Katze aus dem Sack. Er ist HIV positiv. Super. Dann haben ja jetzt wieder alle was woran sie sich aufhängen und worüber sich Brian wahrscheinlich köstlich amüsieren und Michael als erbärmlich hinstellen kann. Damit ist das Seriengleichgewicht je wieder hergestellt. Schade eigentlich.
Brian könnte seine albernen Spielchen wirklich mal lassen. Er ist fasst 31 Jahre alt, da steht ihm das pubertäre Verhalten nicht so gut zu Gesicht. Nur kann er das nicht von jetzt auf gleich abstellen. Es ist ein Prozess, eine Reise, auf der wir ihn begleiten. Ich ärgere mich auch oft tierisch über ihn, aber du lässt wirklich kein einziges gutes Haar mehr an ihn und das finde ich nicht richtig. Du solltest ihm eine kleine Chance geben. Versuche wenigstens zu verstehen wie viel Mühe dahinter steckt, mit Justins Forderungen einverstanden zu sein. Er fühlt sich natürlich angestachelt durch die Bemerkung dieses Typen im Supermarkt, was kindisch ist, keine Frage, aber wie gesagt, er kann sich davon noch nicht lösen, es allen beweisen zu müssen.

Justin darf an der Schule bleiben, das ist ein Durchbruch für ihn. Seine Zukunft ist erst einmal gesichert. Diese Sachen, die er vorgezeigt hat sind schon etwas ganz anderes als herkömmliche Zeichnungen, daher kann ich den Dekan schon verstehen. Aber es freut mich sehr für Justin. Mitleid hatte ich allerdings nicht mit ihm als er Brian mit dem Supermarktkerl erwischt, auch er sollte langsam mal die Augen aufmachen. Er kennt Brian nun aber schon anderthalb Jahre und Justins Gequatsche ist beinahe das gleiche wie in der zweiten Folge. Brian ist dabei sich zu verändern, zwar sehr langsam aber eine Veränderung ist klar erkennbar. Diese fehlt mir noch bei Justin. So langsam müsste der Groschen wirklich fallen.

Ted und Emmet sind die Comedy-Stars in der Folge. Die ganze Unternehmung ist so lustig und schließlich haben die beiden Erfolg damit. Zack das Blaue vom Himmel zu versprechen war gekonnt von Emmet, vor allem mit dem schimpfenden Ted daneben, hatte es noch mehr Wirkung. Eine neue Pornoseite ist sicher keine tolle Idee, aber Ted macht was draus, natürlich nur mit Emmets Hilfe, aber trotzdem, scheint es so gut zu laufen.

Was in Lindsay gefahren ist habe ich auch nicht verstanden. Es ist ja nicht so als hätte sie es satt über Sex zu reden, sie wird hier dargestellt, als habe sie schon immer was dagegen gehabt. Das überrascht mich und passt auch gar nicht, das ist ein Einschub in diese Folge, den ich nicht nachvollziehen kann. Klar hält sie sich für einen Engel, nur geboren um anderen zu helfen, aber diese Einstellung ist mindestens eine Nummer zu groß. Vor zwei oder drei Folgen lief sie noch mit einem Vibrator herum und nun möchte sie nur noch jugendfreie Gespräche mit den Freunden führen.

Michael ist für mich der Star der Folge. Nur als er Justin hinterher rennt fand ich hammerhart, das kann auch nicht als Rückfall bezeichnen, das war einfach nur mies. Immerhin versucht er es bei Brian im Auto anzusprechen, das rechne ich ihm auf jeden Fall hoch an. Wenn er über Comics spricht macht ihm niemand etwas vor und so sieht das auch der tolle Professor. Dem wird schnell klar, dass er soviel recherchieren kann wie er will, Michael bringt es eh besser auf den Punkt, also ist die Idee Michael die Vorlesung gestalten zu lassen ziemlich gut. Dass Michael beim ersten Versuch davon läuft ist nicht schön, aber irgendwo doch verständlich. Diese dämliche Laberei der anderen hat ihm den Mut genommen. Die erste Vorlesung wäre auch niemals so gut geworden wie die zweite. Es war schon toll wie er sich geschlagen hat. Es war lustig und interessant. Michael kann sich durchaus selbst behaupten, ich würde das nur mehr in Bezug auf Brian wünschen, obwohl es in dieser Beziehung schon viel besser geworden ist.

Ben, der Professor, versucht seinen Schülern die homoerotische Kunst in der Welt der Comics näher zu bringen. Es ist schön wie er Michael dazu bringt über seinen Schatten zu springen und ihm klar zu machen, dass er nicht so erbärmlich ist wie Brian das gerne hätte. Er musste Michael unbedingt über den Virus informieren, das wäre sonst unverantwortlich und unfair gewesen. Ich finde auch nicht, dass Ben oder Michael Trostpreise sind oder etwas worüber man sich lustig machen sollte, obwohl das bei Brian selbstverständlich möglich ist. Ich denke die beiden, Ben und Michael haben genug potential um dem standzuhalten, dem Virus genauso wie dem Umgang damit.
Folge 207 – Positive Einstellung

Lindsay und Mel möchten heiraten, aber die Kosten dafür können sie nicht aufbringen. Es hat schon etwas von einer fixen Idee davon auszugehen, dass Lindsay die finanzielle Unterstützung ihrer Eltern zusteht, genau wie es ihren Schwestern bei deren Hochzeiten zustanden. Der Plan ist ziemlich einfach, Essen gehen, Anspielungen machen, Scheck kassieren, aber ihre Eltern verstehen den Bund gar nicht als Hochzeit, sondern eher als Ärgernis und Peinlichkeit und das wird auf keinen Fall unterstützt. Lindsay ärgert sich überhaupt gefragt zu haben, aber Mel sieht noch eine Chance darin, die Eltern nach Hause einzuladen und die Familie kennen zu lernen, zu sehen, wie normal die beiden leben und dann vielleicht etwas Verständnis entwickeln. Da Lindsay Angst davor hat, gestaltet sie die Party sehr gedämpft und kleidet sich selbst wie eine Schwesterschülerin. Übertrieben ist nur die Harfe. Kurz vor Termin wird der Besuch aber abgesagt, der Vater sei gestürzt und habe sich böse verrenkt. Lindsay nimmt die Ausrede hin, Mel nicht und fährt zu den Eltern, um ihnen zu sagen, was der Besuch für ihre Tochter bedeutet hätte. Sie überlegen es sich und kommen zur Party, aber die ist mittlerweile zu einer echten Party geworden, weil Brian mit einem Drogenzusatz in der Bowle für Stimmung sorgt. Über die ausgelassene Partylaune rümpfen die Eltern die Nase und Lindsay gibt ihnen mit auf den Weg, dass sie es satt hat sich zu rechtfertigen und dass sie sich nicht mehr verstellt für Geld und Anerkennung.

Für Michael ist die Stunde der Wahrheit gekommen. Ben ist HIV-Positiv, was nicht unbedingt ein Weltuntergang ist, aber auf jeden Fall allergrößte Vorsicht unverzichtbar macht. Noch bevor er sich selbst eine Meinung bilden kann, wird er von allen Seiten mit negativen Argumenten bombardiert. Seine Mutter dreht vollkommen durch, sagt, sie wünschte er sei nicht schwul, so als gäbe es bei positiven Frauen keine Risiken und vergleicht Michael jetzt schon mit ihrem kranken Bruder. Das ist nicht schön, vor allem, weil sie kurz vorher noch ein Lied über die Toleranz gesungen hatte, bevor sie wusste, dass es um Michael geht. Selbstverständlich kann ich ihre Angst nachvollziehen, aber einem dreißigjährigen Sohn sollte man doch die Entscheidungsgewalt überlassen. Michael ist sich bewusst, dass es Risiken gibt und als er mit Ben intim werden möchte und die vielen Medikamente in dessen Schrank entdeckt, verlässt ihn der Mut und weißt Ben zurück. Justin meint, mit Brian in einer ganz anderen Situation zu sein und bekundet sein Interesse an Bareback, nur ist er bei Brian dafür an der falschen Adresse und macht sonnenklar, dass es bei ihm nie etwas anderes als Safer Sex geben wird.

Zwischen Ted und Emmet gibt es einen heftigen Streit wegen der Online-Performance. Ted scheint Emmet nur ausnutzen zu wollen und Emmet im Grunde genommen andersherum genauso. Der Eine kauft sich eine Rolex, der Andere will ein drehbares Bett und Namen in Leuchtschrift, mehr Geld und das richtige Gleitgel. Geraden wenn beide hoffungslos zerstritten zu sein scheinen, raufen sie sich doch wieder zusammen. Entschuldigungen werden getauscht und aufeinander zugegangen. Schaut nach wahrer Freundschaft aus.
Folge 208 – Der Märchenprinz

Seit sie Schluss gemacht haben, sieht Michael Ben plötzlich überall. Selbst ein harmloser Spaziergang auf der Liberty Avenue wird durch diesen Umstand zur Qual. Er fühlt sich verletzlich und versucht seinem Kummer mit Hilfe einer Telefon-Partnervermittlung Abhilfe zu schaffen. Unglücklicherweise entpuppt sich jedes der Dates als Katastrophe und er ist wieder bei Null. Debbie weiß Rat und verweist ihren Sohn an ihre Freundin Ida, die ebenfalls eine Partnervermittlung besitzt, während Ted ihm zu einer Kontaktanzeige rät.

Brian hat derweil ganz andere Sorgen. Er muss sein neustes Betthäschen aus der Wohnung schaffen bevor Justin mit seiner Mama vom Einkaufen zurückkommt. Jennifer versucht ihrem Sohn die Party von Daphne schmackhaft zu machen, doch Justin hat kein Interesse daran, einen Abend mit betrunkenen Heten zu verbringen.

Emmett hat einen heimlichen Bewunderer, der ihm Schmuck von Tiffanys schickt. Ted macht ihm klar, dass alles in dieser Welt an Verpflichtungen geknüpft ist und bittet ihn, den Schmuck zurückzugeben. Aber da das Armband viel zu schön ist, steckt es sich Emmett doch in die Tasche. Als er sich mit Debbie auf der Straße unterhält, fährt plötzlich eine Limousine vor und der Fahrer bittet ihn einzusteigen, damit er ihn zu seinem Arbeitgeber bringen kann, dessen Identität er vorerst nicht enthüllen kann.
Während Emmett auf dem Weg zum Anwesen des Unbekannten ist, polieren Michaels Freunde dessen Onlineprofil auf, um ihn endlich an den Mann zu bringen.
Im Haus angekommen, erwartet Emmett eine Enttäuschung. Sein Verehrer ist nicht der erträumte reicher Mann, der in der Blüte seines Lebens steht, sondern ein älterer Herr mit roter Strickjacke jenseits der 60, der annimmt, dass Emmett käuflich ist und gleich die Brieftasche aufmacht. Doch das lässt Emmett nicht mit sich machen und verschwindet sofort wieder. Als er Michael und Ted von seiner Begegnung erzählt, klären sie ihn über den Unbekannte auf. Der Mann ist nicht irgendwer, nein, er ist George Schickel, Kopf eines riesigen Essigkurken-Imperiums.

Nachdem ihn Brian überredet hat doch zu Daphnes Party zu gehen, langweilt sich Justin vor Ort fast zu Tode. Das ändert sich schlagartig als er einen anderen Jungen entdeckt, der vor Schüchternheit und Unsicherheit geduckt in der Ecke steht. Ohne langes Vorspiel wird dieser kurzerhand in das nächste freie Zimmer gezogen und entjungfert.
Als er am nächsten Tag bei Justin im Diner auftaucht, weil er hofft, dass sich aus ihnen mehr entwickeln könnte, serviert in Justin eiskalt ab und sagt ihm, dass er nicht mehr war als eine schnelle Nummer und das nie mehr aus ihnen werden wird.

George hat Emmetts Adresse ausfindig gemacht, um sich bei ihm zu entschuldigen und ihn zum Essen einzuladen. Sie kommen ins Gespräch und er erfährt, dass George sein ganzes Leben eine Lüge gelebt hat, weil er sich gezwungen fühlte, sich den gesellschaftlichen Konventionen zu beugen. Erst vor fünf Jahren flog seine Lebenslüge auf als ihn seine Frau auf frischer Tat mit dem Gärtner erwischte. Seitdem kann er zwar er selbst sein, der Preis ist jedoch gesellschaftliche Ächtung, Einsamkeit und der Verlust seiner Freunde.

Nachdem eine weitere Verabredung von Michael wieder ein Schuss in den Ofen war, nimmt er sich den Rat seiner Mutter zu Herzen und sucht Ida auf. Er erzählt, welche Eigenschaften sein Traummann haben muss, Ida blättert kurz in den Karteikarten und macht eine Verabredung für ihn aus. Ein Foto ist nicht nötig, da Michael es schlicht fühlen wird, wenn der Richtige vor ihm steht. Als er am Abend im Restaurant ankommt, sitzt Ben bereits an einem Tisch, was Michael zu der Annahme verleitet, dass er sein Blind Date sein muss und das Schicksal sie zusammengeführt hat. Er geht zu ihm, nur um zu erfahren, dass Ben bereits mit einem ganz anderen Mann verabredet ist.

Am Ende der Folge halten Brian und Justin im Babylon Ausschau nach einem potentiellen Gespielen für die Nacht, doch Justin schlägt vor, dass sie auch einfach nur zu zweit nach Hause gehen könnten. Brian ist nicht abgeneigt.
Folge 209 – Hart aber herzlich

Bei Brian kündigen sich familiäre Probleme an. Seine Schwester Claire hat keine Lust mehr, sich um ihre Mutter zu kümmern. Das hat sie lange genug getan und möchte sich nun mehr ihrer eigenen Familie widmen. Sie macht ihm ziemlich deutlich, dass er diese Verantwortung nicht einfach in den Wind schießen kann. Brian lässt es langsam angehen und versucht es erst einmal mit einem Besuch bei ihr. Sie trinkt tatsächlich etwas mehr als normal und möchte anschließend in die Kirche. Dazu hat Brian herzlich wenig Lust, geht aber mit. In der Kirche erlebt er eine Überraschung, denn der von seiner Mutter in den Himmel gehobene neue Priester ist ihm nicht unbekannt. Er traf ihn erst kürzlich in der Sauna und hatte Sex mit ihm. Für Brian ist die Verlogenheit ein Grund den Mann zu hassen, er spielt ein falsches Spiel und stellt für die Mutter ein Vorbild da, dass er gar nicht ist. Zunächst sagt Brian seiner Mutter nichts davon, ihr konnte er nicht mal seine Gesinnung anvertrauen, aber nachdem sie ihn mit Justin sieht, ändert er seine Meinung. Sie wirft ihm Sünde vor und er möchte ihr beweisen, dass selbst ihr strahlender Priester nichts weiter als ein Sünder ist. Als er aber merkt wie sehr sie auf Gott vertraut und dass ihr Glaube das Einzige ist, was ihr geblieben ist, lässt er es sein und verrät den Priest er nicht. Der hält Brian noch eine ordentliche Rede, bevor er ihn aus der Kirche wirft und er hat mit jedem Wort Recht. Er muss sich vor jemandem rechtfertigen für seine Taten, aber das ist ganz sicher nicht Brian.

Ebenfalls familiär ist die Krise von Michael. Er hat sich in Ben verliebt und möchte es noch einmal mit ihm versuchen. Dazu ist dieser aber nicht bereit, denn er will einen echten Partner, einen, auf den er sich blind verlassen kann und der nicht wegläuft, wenn seine Mutter oder seine Freunde ihm den Umgang verbieten. Michael unternimmt einige, ziemlich peinliche Liebesbeweise und Ben steht drauf. Auf dem Fuße folgt die Auseinandersetzung mit seiner Mutter. Sie kennt die verdammte Krankheit und hat alles schon einmal mit ihrem Bruder mitgemacht, für ihren Sohn wünscht sie sich ein einfacheres, glücklicheres Leben. Das ist aber nicht ihre Entscheidung, sondern seine. Traurig genug, dass es dreißig Jahre gedauert hat, bis sich Michael bei ihr durchsetzen konnte. Was das im Endeffekt aber für ihn bedeutet, kann er noch gar nicht abschätzen. Ben geht es gut, er sieht gut aus und sein Körper strotzt vor lauter Muskeln, aber das wird nicht immer so bleiben und erst dann entscheidet sich, wie viel die Beziehung wirklich wert ist.
Folge 210 – Das Leben vor dem Tod

Captain Astro ist tot. Von seinem letzten Gefecht mit seinen Erzfeind Morphisto konnte er sich nicht mehr erholen und verstirbt an Erschöpfung. Für Michael bedeutet das tiefe Trauer, die keine Grenzen kennt. Kein anderer Gedanke erreicht ihn mehr, er hat einen Mentor und Freund verloren. Für andere mag das albern klingen, aber ihn trifft der Verlust seines jahrelangen Weggefährten. Besonders das Gerücht man habe ihn wegen seiner homosexuellen Neigung sterben lassen, stachelt ihn an und reißt ihn zu einer Aktion hin den Verlag dazu zu bringen den Captain wieder auferstehen zu lassen. Ist seine Sache, nur der Zeitpunkt ist denkbar schlecht.

Kurz zuvor hatte seine Mutter nämlich die Leiche eines jungen Mannes im Müllcontainer gefunden. Man hat den Kerl erwürgt und in den Müll geworfen und das scheint der Polizist besonders witzig zu finden. Aber nicht nur der Polizist gibt sich unbeteiligt, es scheint niemanden zu interessieren was dem Mann widerfahren ist, Hauptsache man hat selbst nichts damit zu tun. Der Tod passt nicht in die Seifenblase, in der die Meisten leben. Sie wollen sich amüsieren und sich wohlfühlen, alles andere ist nicht von belang. Da man von einem Verbrechen aus Leidenschaft ausgeht, hat ja eh keiner etwas zu befürchten, die Party kann also weitergehen.

Mit einem besonders traurigen Schicksal befassen sich Lindsay und Mel. Sie entdecken alte Briefe aus dem letzten Weltkrieg auf dem Dachboden von Lindsays Eltern. Eine Freundin schrieb die Briefe an Lindsays Großmutter Faye. Darin gesteht sie ihr ihre unmögliche Liebe in Zeiten des Krieges, die noch viel schwerer waren als die gegenwärtigen. Das lesbische Paar hatte keine Chance und Faye starb ohne den letzten Brief ihrer Freundin je gelesen zu haben, in dem sie schreibt, dass Faye immer ihre einzige Liebe war. Das ist so traurig und lässt die beiden ihren dummen Streit um das richtige Essen zu ihrer Hochzeit vergessen. Lindsay möchte etwas ganz besonderes erleben, weil es der schönste Tag in ihrem Leben werden soll, die vernünftige Mel schaut dabei trotzdem auf den Preis und steht dann da als wolle sie in einem Supermarkt mit Papierservietten heiraten.

Bei Emmett hängt der Himmel voller Geigen, denn der wesentlich ältere George blüht auf und geht sogar mit ihm aus. Selbst oder gerade im hohen Alter ist er nicht frei von Gespött und Verachtung, selbst die besten Freunde scheinen peinlich berührt. Dabei hat der Mann echte Gefühle zu vergeben, ganz im Gegensatz zum schnellen, anonymen Sex, den die anderen favorisieren. Besonders schrecklich ist ihr Besuch in der Oper als sie auf Georges Ex-Frau treffen, die ihnen ein verbales Schlachtfeld bereitet, auf dem es nur Verlierer gibt. Ausgerechnet Ted wird Zeuge des verbalen Gemetzels und man fragt sich unweigerlich, warum es immer mit Blut enden muss, wenn sich Menschen begegnen, die sich einst geliebt haben sollen und nur noch Verachtung füreinander übrig haben.

Zum Schluss ist es Justin, der mal wieder verlassen wird. Nach dem Mord ist er der Einzige, der von einem eventuellen Serienmörder ausgeht, was meiner Meinung nach nicht abwegig ist. Doch Brian kennt keine Gefahr, sie zieht ihn höchstens noch mehr an und da er unsterblich und unüberwindbar ist, findet er Justins Sorge dumm und albern. Wie schon so oft, lässt er ihn einfach zurück, dabei lief es gerade so gut bei den beiden. Immer im sexuellen Einklang, hatten sie weder Diskussionen oder Streit, nun bricht eine alte Wunde bei Justin auf, die Brian wahrscheinlich dazu anstachelt, immer wieder genau in diese Kerbe zu schlagen.
Folge 211 – Hier kommen die Bräute

Melanie und Lindsay feiern ihren Jungesellinnenabschied und lassen sich während der Feier die Karten legen. Diese verraten, dass sie auf gar keinen Fall am Samstag heiraten können, da Merkur rückläufig ist und sich somit negativ das das geplante Unterfangen auswirken würde. Und tatsächlich stolpern sie kurz darauf bei den Hochzeitsvorbereitungen über einen Stein nach dem anderen: Lindsay passt nicht mehr in ihre Schuhe, Formulare gehen verloren, der Saal und das Catering kann nicht mehr garantiert werden, die Trauringe sind unauffindbar, die Reinigung hat Lindsays Kleid mit Chemie vernichtet und zu allem Überfluss fällt auch noch Justin als Ringträger flach, da er mit Brian nach Miami zur White Party möchte, für die Brian bei einem Gewinnspiel Tickets gewonnen hat. Merkur ist auf ganzer Linie gegen sie und besonders Lindsay sieht die ganzen Katastrophen als Zeichen an, dass die Wahrsagerin recht hatte und möchte die Hochzeit abblasen.

Währendessen sind Michael und Ted verzweifelt auf der Suche nach einem geeigneten Hochzeitsgeschenk für das Paar, ihnen kommen jedoch nur klischeebeladene Geschenke in den Sinn. Michael bekommt den Auftrag, etwas zu besorgen und entscheidet sich letztlich für eine geschnitzte Holzfigur für 500 $, die er einem Straßenhändler abgekauft hat. Ted ist alles andere als begeistert, doch am Ende können beide darüber lachen…auch wenn die Figur wahrscheinlich in der Garage enden wird.

Melanie wendet sich in ihrer Not an Brian, der alle zusammentrommelt um innerhalb von 21 Stunden eine Hochzeitsfeier auf die Beine zu stellen. Vic backt eine Hochzeitstorte, was nach ein wenig Geschrei von Debbie zu einem positiveren Resultat führt als sein Versuch, sich im Diner als Koch ein paar Dollar dazuverdienen. George stellt auf seinem Anwesen einen Raum zur Verfügung und Emmett kümmert sich um die gesamte Deko, die er von dem Geld bezahlt, das eigentlich dafür gedacht war seinen Hintern chirurgisch ein wenig aufzupolieren. Debbie schneidert Lindsay ein neues Hochzeitskleid und redet Justin ins Gewissen, dass er sich sehr genau überlegen sollte, ob er wirklich lieber mit Brian nach Miami zu einem All inclusive-Fickfest fahren möchte anstatt bei der Hochzeit seiner Freunde dabei zu sein.

Brian hat nicht nur neue Ringe für die beiden besorgt, sondern möchte ihnen auch die Flugtickets schenken, damit sie ihre Flitterwochen in Miami verbringen können. Das möchte Lindsay jedoch nicht annehmen, da sie den Glauben an die Menschheit verlieren würde, wenn Brian in einem Anflug von Altruismus die Tickets verschenken und auf die White Party verzichten würde. Sie möchte, dass er glücklich ist und sich dort unten amüsiert, daher lehnt sie ab und schickt ihn weg. Brian muss jedoch ohne Justin nach Miami, da er bleiben möchte, weil es ihm wichtig ist, bei der Feier anwesend zu sein.

Melanie und Lindsay heiraten in einer kleinen, schönen Zeremonie im Kreise ihrer Freunde, mit Ausnahme von Brian. Das finde ich persönlich sehr schade. Schade, weil ihn Lindsay in Miami glücklicher sieht und schade, weil er nicht drüber stehen kann.
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