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Folge 101 - Alle neun Sekunden


Woah, die erste Folge war schon heftig.

Mit schon fast offenem Mund habe ich das Babylon bestaunt, dieser Club ist der Hammer. Daran stimmt einfach alles, keine Wünsche bleiben offen. Michael beginnt zu erzählen und ich muss sofort grinsen: Alle neun Sekunden, na ja, ein wenig übertrieben. Dann gaukelt er mir vor ein toller Typ zu sein und als man ihn dann tatsächlich sieht muss ich echt lachen. Super sympathisch sind er und seine beiden Freunde, die sich mit einer Hand an der Theke und mit der anderen an einem Glas festhalten. Michael stellt mir Brian vor und sofort ist klar, dass er das genaue Gegenteil der drei anderen ist. Das ist der, der sie alle haben kann. Und er fackelt nicht lange. Obwohl Michael hinter ihm her rennt und nach Hause möchte, schleppt er noch schnell einen Kerl in den Darkroom und lässt die drei einfach draußen warten.

Als Brian endlich fertig ist passiert es. Dieses Kind taucht auf. Magischer konnte man diesen Moment nicht darstellen, alles hat gestimmt, die Musik, der Junge unter der Laterne und Brian, der quasi vom Blitz getroffen wird. Der anschließende Smalltalk zeigt wie mutig dieses Kind ist, es scheint genau zu wissen was es will. Brian nimmt ihn kurzerhand mit nach Hause und lässt die anderen drei stehen.

Brians Wohnung ist der ultimative Traum. Ich sehe sie und denke nur … alter … Schwede. Dann dieser Kerl, Brian geht hinein, zieht die Jacke aus, wirft sie einfach quer über den Boden, geht zum Kühlschrank und schüttet sich das Wasser über den Schädel. Alter … Schwede. Justin, das Kind ist mindestens genauso irritiert und fasziniert wie ich als sich Brian dann auch noch komplett auszieht. Die beiden küssen sich und die Musik ist so genial. Ich nicke anerkennend und denke: Ja, alles cool.

Die Fragen, die Brian ständig stellt und von denen Justin überhaupt keinen Schimmer hat, bringen mich zu lachen und zeigen ganz ganz deutlich, dass er wirklich noch ein Kind ist. Aber lustig ist das allemal. Dann erhält Brian einen Anruf während die beiden, sagen wir mal, beschäftigt sind und Justin … na ja ihr habt es ja gesehen.

Michael hat sich diesen ausgestopften Idioten mit nach Hause genommen und da wird mir klar, dass ich eigentlich nur wissen möchte, wie das mit dem Raubtier und dem Kind weitergeht.

Endlich wieder bei den beiden angekommen, verrät Justin sein Alter. 17. Mein Gott, denke ich, das ist tatsächlich noch ein Kind. Aber Brian war erst 14 bei seinem ersten Mal, also ist Justin quasi schon richtig erwachsen dagegen.

Anschließend fahren Brian, Justin und Michael in ein Krankenhaus und dort erlebe ich eine richtige Überraschung. Brian ist Vater geworden! Ein schwuler Mann mit einem eigenen Kind. Die Mutter ist lesbisch. Das finde ich richtig toll und ich bin wahnsinnig gespannt wie das weitergeht. In dieser Konstellation ist richtig Zunder drin.

Justin gibt Brians Kind einen Namen, Gus und das finde ich super süß.

Die Szene auf dem Krankenhausdach war klasse, ich sage nur „Lois Lane“!

Ach die beiden stolzen Eltern sind auch ein schönes Paar. Ich kann nur noch einmal sagen, wie toll ich das finde. Ui und die Freundin der Mutter scheint schon ein wenig eifersüchtig zu sein.

Wer allerdings wahnsinnig eifersüchtig ist, ist Michael. Wie er versucht hat Justin mit aller Gewalt nach Hause zu bringen war schon fast traurig.

So und jetzt kommts: Brian entjungfert Justin.

Da habe ich gedacht: Hat der se noch alle? Zwar … erklärt er ihm alles, was man so an Material braucht, wie Kondome und Gleitcreme usw., aber das er das wirklich macht, in der ersten Nacht und wie er den dabei verdreht, finde ich unverantwortlich. Und da war mir klar, der benutzt das Kind und wirft es weg. Das war für mich wie ein Schlag ins Gesicht. Alles was vorher passiert ist, sogar die Tatsache, dass Justin seinem Kind einen Namen gegeben hat, bedeutet einen Dreck. Huu, da musste ich erst Mal durchatmen, denn bis dahin fand ich alles fantastisch.

Der nächste Morgen: Brian weiß nichts mehr, nicht wer neben ihm liegt, nicht, dass er Vater ist, alles ist futsch. Als Michael die beiden dann abholt, fand ich es niedlich, dass Brian die Pfoten nicht von Justin lassen konnte.

Und dann das Auto, das war super cool, vor allem, das Justin kein Problem damit hatte, sich damit zur Schule fahren zu lassen.

Dann ein kurzer Abschied, genau wie ich es mir gedacht habe und tschüß Justin.


Das war sie also, die erste Folge Queer as Folk.

Alles in allem fand ich es aufregend und neu, sehr gewagt und lustig.

Ich freue mich auf die nächste Folge!
Von der ersten Folge war ich auch sehr überrascht. So was hatte ich noch nie gesehen.

Ich erinnere mich, dass ich mich sehr über Michael gewundert habe, über seine Eifersucht auf dieses Kerlchen. Wenn er Brian so gut kennt, hätte er wissen müssen, dass dieser spätestens am nächsten Morgen aus seinem Leben verschwunden sein würde.

Über Justins Entjungferung habe ich mich sehr gewundert. Klar macht Justin da mit, so einen Kerl lässt man nicht laufen, die Verantwortung liegt ganz klar bei Brian und der schert sich einen Dreck darum. Schön, dass ausgerechnet der Vater wird. Da hat die Mutter wahrscheinlich wirklich nur aufs Aussehen geachtet.

Ich weiß auch noch wie sympathisch ich Emmet fand, zwar tuntig, aber sympathisch.

Es war ein berauschender und witziger Serienstart, der auf jeden Fall Lust auf mehr gemacht hat.
Folge 102 - Immer und überall


Der Spaß ist erstmal vorbei und die Konsequenzen werden deutlich.

Justin reagiert erwartungsgemäß auf sein erstes Mal. Er erzählt es seiner niedlichen Freundin, die selbst noch völlig unerfahren ist. Dabei ist mir die vulgäre Sprache Justins aufgefallen. Nicht nur, dass mir diese grundsätzlich missfällt, ich bin auch der Meinung, dass er sie nicht nötig hat. Zwar möchte er von nun an dazu gehören, aber den Straßenslang muss er sich deswegen nicht aneignen.

Ich bleibe bei Justin, weil er für mich den Schwerpunkt der Folge ausmacht.

Sein Verhalten kann ich komplett nachvollziehen. Er hat einen Rausch erlebt, zum ersten Mal Sex gehabt, mit einem tollen Mann, der nicht nur cool und witzig ist, sondern auch noch verdammt gut aussieht. Die Glorifizierung dieses Mannes ist völlig normal, genauso wie der unbedingte Drang diesen Rausch noch einmal zu erleben oder besser noch, diesen göttlichen Mann nie wieder gehen zu lassen. Normal ist auch, dass er den Abschied für immer, als Brian ihn an der Schule absetzte, völlig ignoriert. Er hat "Ich liebe dich" gesagt und das mehrmals, also müssen da auch Gefühle von Brians Seite aus existieren, die sogar eine Beziehung rechfertigen würden.

Schon in der letzten Folge habe ich eine solche Reaktion befürchtet. Brian, als dermaßen abgeklärter und routinierter Schwuler, sollte wissen, was er diesem unerfahrenen Jungen damit antut. Er hätte ihm entweder mehr Zeit geben oder ganz die Finger von ihm lassen müssen. Zu Gute halte ich ihm sein klärendes Wort am Schluss der Folge. Das war zwar unschön, aber deutlich. Ich persönlich hätte mir diese Worte für Justin gewünscht, bevor Brian ihn entjungfert hat, dann wäre es Justins Wahl gewesen, zu bleiben oder gehen und der Schaden wäre nicht derartig groß.

Justin hängt diesem Rausch derart hinterher, dass er sogar vergisst Brians Unterhose zu verstecken. Dadurch wird jetzt auch noch seine Mutter involviert.

Brian lebt ganz offensichtlich in einer völlig anderen Welt. Die Konferenz ... Ich kenne mich im der Werbebranche nicht aus, allerdings habe ich schon sehr viele Konferenzen dieser Art mitgemacht. Man muss nicht vom Fach sein, um zu erkennen, dass der mit Abstand größte Teil der Entscheidung ob ein Produkt gekauft wird oder nicht von dem Redner abhängt. Eine Werbung für Bier würde, vor allem in Europa, ganz anders aussehen. Selbst wenn die Zielgruppe schwule Männer wären, hätte man mit diesem Plakat keine Chance. Aber Brian verkauft sich und nicht das Plakat. Sein Auftreten und seine Rede, gekoppelt mit dem Apfel sind dabei so genial, der hätte denen alles zeigen können, sogar ein komplett schwarzes Bild, die hätten das gekauft. Das ist eine Gabe, die man in der Geschäftswelt nur ganz selten antrifft. Dass er anschließend noch den Kunden in der Toilette vernascht ist reines Vergnügen, denn seinen Job hat Brian da schon komplett erledigt.

Ich frage mich was so einen Mann reiten muss, um sich dieses Jüngelchen mit nach Hause zu nehmen. Allerdings stelle ich mir die gleiche Frage bei ihm und diesen widerlichen und abgrundtief hässlichen Mann am Schluss der Folge. Selbst wenn der noch so bezauberndes Werkzeug in der Hose haben mag, sollte man aber mal zumindest einen ganz kurzen Blick auf alles andere werfen.

Über Brian bin ich mir nicht so ganz im Klaren. Auf der einen Seite, die geballte Kompetenz im Job auf der anderen seine Sexsucht. Vielleicht liegt es an seinem Alter, sich jeden Tag aufs Neue beweisen zu müssen was er drauf hat, denn damit scheint er ja ein ziemlich großes Problem zu haben.

Ich reiße mich jetzt von den beiden los und werfe mal einen kurzen Blick auf die anderen Figuren.

Michael finde ich sehr merkwürdig und irgendwie kindisch. Zwar finde ich es gut, dass er sich um Justin kümmert, aber das macht er nicht für Justin, sondern um Brian den Rücken frei zu halten. Dazu ist er selbst nicht Mann genug, um das mit seinen Kollegen zu regeln. Klar verstehe ich, dass er sich nicht outen möchte, manche kostet das den Job, aber Gleichgesinnte auszulachen, um den Kollegen zu gefallen und dazu zu gehören, finde ich echt das Letzte. Die Reaktion der beiden Kunden war genau richtig. Es gibt genug andere Supermärkte in denen man sich nicht auslachen lassen muss.

Bei den beiden Lesben kann ich den Ärger ums Geld verstehen. Lindsay kann nicht arbeiten, daher fällt ein komplettes Gehalt weg. Melanie hat Schneid und das gefällt mir sehr. Sie will Brian auf seine Verantwortung aufmerksam machen und dass dies ein Fremdwort für ihn ist habe ich in den beiden Folgen nun schon oft genug gesehen.

Zu den beiden Freunden Ted und Emmet kann ich noch nicht so viel sagen, da sie noch nicht so aktiv ins Geschehen eingegriffen haben. Auf alle Fälle finde ich beide sehr sympathisch und hingegen der anderen Hauptfiguren im Moment noch erfrischend normal.
Die zweite Folge zeigt das andere Gesicht der Serie. Alle haben Verpflichtungen, denen nachgegangen werden müssen.


Zum Straßenslang:

Das ist etwas was ich nie verstanden habe. Das sind anständige normale Leute, die auch alle vernünftige Jobs haben. Warum diese Aussprache? Und ja, bei Justin habe ich mich genauso darüber gewundert, wie geärgert. Warum spricht der so und wo hat er das her? Er kommt aus gutem Hause und geht zur Schule, trägt seine Schuluniform, seine Freundin ist auch sehr nett usw. woher kommt das?


Zu Brian:

Seine Bierwerbung ist in der tat ein Witz. Keine einzige Flasche Bier verkaufen die damit. Aber Brian macht das ziemlich gut, ob die Kundschaft damit Erfolg hat oder nicht ist ihm anscheinend egal. Er verdient sein Geld wahrscheinlich auch lieber auf der Toilette als im Konferenzraum.

Ich habe das auch auf sein Alter bezogen, dass er sich Justin mit nach Hause genommen hat. Nochmal was frisches zwischendurch.


Michael hat bei mir von der ersten bis zur letzten Folge auf verlorenem Posten gekämpft.
Folge 103 - Ein kleiner Schritt


Michaels kleine Führung durch die heile lesbische Welt fand ich sehr schön und auch witzig. Ich persönlich siedele unsere schwule Welt irgendwo zwischen frischen Blumen und Pornos an. Die beiden haben aber auch ein schönes Haus und das Baby scheint ihr Glück wirklich perfekt zu machen. Super lustig fand ich die Ansprache einer Lesbe: "Ein steifer Schwanz hat kein Gewissen." Da musste ich so lachen, das war echt cool. Und oben wurde kurz eingeblendet, wie lange das Fest schon gefilmt wurde, satte 317 Minuten. Wer soll sich das denn noch mal alles ansehen?

Was das dann mit der Bescheidung soll kann ich nicht nachvollziehen. Mel ist so eine moderne und unabhängige Frau, ich wundere mich sehr, dass sie irgendwelchen Traditionen nachhängt. Brians Auftritt fand ich toll, er hatte Recht und ich sehe es auch als einen schwulen Sieg auf der ganzen Linie an. Aber Mel gefällt mir richtig gut, sie sagt Brian ins Gesicht was sie von ihm hält und das ist klasse.

Michael dagegen ist noch zu weich, um Emmet zu sagen, dass dieser sich ganz schön verrennt mit dem japanischen Schnucki und macht letztendlich alles noch viel schlimmer. Ted sagt Michael nicht, dass er in ihn verliebt ist und Michael sagt es Brian nicht. Seufz.

Nur der klene Justin, der nimmt sich was er will. Boah, das war soooo abgebrüht und toll was er da abgezogen hat, kein Wunder, dass davon selbst ein Brian beeindruckt ist. Daphne ist noch sehr in ihrer kindlichen Welt gefangen. Sie war ziemlich hart an der Grenze mich zu nerven.

Übrigens gefällt mir die Musik sehr gut. "Let`s hear it for the boy" war toll und passte so 100%ig in die Szene. Auch "Dive in the Pool" das im Abspann läuft ist genau mein Fall.

Über Debbis sehr übertriebenes Verständnis für ihren Sohn würde mir auch auf die Nerven gehen. Ich sehe ihre Situation auch ein klein wenig anders: Die einzigen beiden Menschen in ihrem Leben, ihr Bruder und ihr Sohn, sind schwul. Wenn sie das nicht akzeptieren und sich abwenden würde, hätte sie niemanden mehr. Für mich zieht sie Toleranz der Einsamkeit vor. Ihr Verhalten ist wirklich schon sehr peinlich. Wenn sie eine riesige Familie hätte und sich trotzdem so einsetzen würde, könnte ich wohl mehr Verständnis für sie aufbringen, ansonsten werte ich ihr Verhalten als pure Angst vor dem Alleinsein.

Und Brians Charakter ist immer noch sehr schwer einzuschätzen. Dieses übermäßige Ego, gemischt mit Minderwertigkeitkomplexen, sind zwei Welten, die ich so, in einer Person noch nie gesehen habe. Wenn der nicht so unglaublich schön wäre, dann hätte er wirklich ein großes Problem.

Ted hat ebenfalls Minderwertigkeitskomplexe und bei ihm ist überhaupt kein Ego vorhanden. Schade, ich hatte mich wirklich für ihn gefreut, als dieser strahlende tolle Typ mit ihm nach Hause wollte. Sein Zusammenbruch ist eine Katastrophe ersten Ranges und ich mache mir sehr große Sorgen um ihn.
Ich finde deine Beschreibung von Debbie bemerkenswert und das schon nach der dritten Folge. Ich habe sie selbst immer so eingeschätzt, die ganze Serie über. Sie ist nicht so wohlwollend wie sie sich gerne darstellt, sie ist viel zu übertrieben um überzeugen zu können. Manchmal denke ich, sie wäre selbst gerne ein schwuler Mann, einfach nur um dazu zu gehören. Sie hat Angst ausgeschlossen zu werden aus der schwulen Gemeinschaft, denn dann wäre sie tatsächlich allein.

Brians Auftritt bei Gus Beschneidung sehe ich überhaupt nicht als schwulen Sieg an, ich frage mich eher was das damit zu tun haben soll. Weil ein Schwuler über zwei Lesben gesiegt hat? Ich sehe das eher als Sieg der Vernunft über eine alte und verstaubte Tradition. Brian in der Vaterrolle zu sehen, der möchte, dass sein Kind unberührt bleibt fand ich auch toll, nur schade, dass er das direkt wieder kaputt macht mit seinem schwulen Blödsinn. Er wäre genauso im Recht gewesen wenn es sich um ein heterosexuelles Elternpaar gehandelt hätte.

"Ein steifer Schwanz hat kein Gewissen" Daran erinnere ich mich gar nicht, finde ich aber auch sehr lustig. Michael und Emmet machen die Pausenclowns in der Folge. Ihre Rollen haben reinen Unterhaltungswert und darüber denke ich dann auch nicht nach.

Ted hat einen schweren Fehler gemacht, obwohl ich es nachvollziehen kann und in seiner Situation wahrscheinlich ähnlich gehandelt hätte. Der Knabe war einfach zu sympathisch als so etwas erwarten zu können. Sehr schade.

Justins Auftritt fand ich eher peinlich als mutig. Ok, er ist jung und da darf man auch schon mal peinliche Dinge machen, aber dass Brian darauf abfährt, kapiere ich nicht so ganz. Seine Komplexe müssen wirklich tief verankert sein um auf dieses Kinderspielchen hereinzufallen.
Folge 104 - Kommen und gehen


Ted liegt im Koma und niemand weiß ob er je wieder aufwachen wird.

Das ist schlimm und sehr traurig, aber dennoch hat jeder seiner Freunde ein eigenes Leben, dem nachgegangen werden muss und sollte. Wem hilft das denn wenn alle Mann pausenlos im Krankenhaus sind und sich Brian noch nicht mal nach dem Arzt umdrehen darf? Ich finde es wirklich sehr nett von Michael, dass er Teds Mutter was zu Essen bringt, aber ansonsten fand ich ihn die ganze Folge über sehr nervig und völlig übertrieben. Immer wenn Brian von Sex mit anderen erzählt, glotzt Michael ihn an, als seinen die beiden verheiratet und fragt wie aus allen Wolken fallend "Wann???". So als sei Brian dazu verpflichtet ihm über alles Bericht zu erstatten. Auch seine Abneigung gegen Justin, diese Eifersucht ist so kindisch, nach all den Jahren benimmt er sich wie die Obermutter und nicht wie ein Freund. Und als Obermutter muss er natürlich gucken, dass auch alle ins Krankenhaus gehen und Ted besuchen. Ich finde das sollte jedem selbst überlassen sein.

Emmet ist so richtig süß, vor allem wenn er so mitfühlend und traurig ausschaut. Er hat die richtige Mischung aus mitfühlen und lustig sein. Damit heitert er die anderen im richtigen Maße auf. Normalerweise nervt mich tuntiges Verhalten sehr, aber bei ihm empfinde ich das als Sympathie.

Ted übersteht das Koma relativ unbeschadet. Hoffentlich hat er was daraus gelernt. Seine Freunde haben also sein kleines Geheimnis herausgefunden, aber Michael ist nicht in der Lage sich vernünftig mit Ted auseinanderzusetzen. Ist vielleicht auch ein wenig früh, bestimmt ergibt sich eine viel bessere Gelegenheit darüber zu sprechen. Falls Ted das überhaupt möchte. Seine warmen Worte zu Brian am Schluss finde ich ziemlich heftig und sehr unfair. Einerseits wirft er ihm an den Kopf, ein herzloses Arschloch zu sein, aber andererseits würde Brian doch genau das tun was Ted sich wünscht und von den anderen nicht verlangen kann. Für mich ist das ein Widerspruch. In dieser Beziehung ist Brian auch nicht herzlos, sondern realistisch. Außerdem wissen wir doch gar nicht wie sich Brian entscheiden würde. Klar geht jeder davon aus, dass er den Stecker gezogen hätte, aber genau weiß es doch keiner.

Der Einzige, der nichts damit zu tun hat und zu tun haben muss ist Justin. Der war in dieser Folge so ein kleines Kind, meine Güte, der spinnt sich da eine Welt zurecht, wenn der so weiter macht, wird er noch ganz schön auf dem Arsch landen. Zuerst, dass er nicht mehr zum Zeichenunterricht gehen möchte, muss er schließlich auch nicht mehr, er ist ja jetzt toll und schon groß. Das beweist er unter anderem damit, wie er einfach den Wagen mit seiner Mutter mitten auf der Straße stehen lässt und davon läuft, dabei hat seine Mutter doch eigentlich gut reagiert und nur mal gefragt. Ich denke, sie hat das Recht besorgt zu sein.

Dann in diesem Geräte Depot mit seinem Mitschüler. Er hätte den Kerl niemals anfassen sollen, der verrennt sich da und das ist sehr sehr gefährlich. Dieser Kerl ist so scharf geworden, weil er an Sex mit irgendwelchen Weibern gedacht hat. Für mich zeigt er keinerlei homo-, ja noch nicht einmal bisexuelle Tendenzen. Und Justin dreht sich das ist seiner kleinen merkwürdigen Welt so zurecht, dass er sich den Mitschüler für den Sex hält und Brian für die Liebe. Das kann nicht gut gehen und Daphne, die Einzige, die ihm das ausreden könnte, hört und glaubt nur das was Justin ihr erzählt.
(11.10.2008 16:56)julchen007 schrieb: [ -> ]Das bei aller Modernität und Unabhängigkeit doch noch Werte zählen. Noch dazu wenn man nach etwas sucht, dass einen unzweifelbar mit dem - eben nicht - eigenen Kind verbindet.

In unserer heutigen medialen Welt sind traditionelle Werte sicher sehr wichtig, nur würde ich das nicht an einem neugeborenen Kind auslassen. Wenn der Junge alt genug ist, kann man auch ihm Werte vermitteln und dann kann er selbst entscheiden ob Hand an seinem Körper angelegt werden soll oder nicht. Es geht hier nicht darum ob man in die Kirche geht oder nicht, sondern um einen unwiderruflichen Akt, den man nie wieder gut machen kann, wenn er nicht damit einverstanden sein sollte.


(12.10.2008 12:33)julchen007 schrieb: [ -> ]Michaels Schwärmerei für Brian ist unübersehbar. Allerdings bezieht sich dieses "Entsetzen" dieser Folge eher darauf, dass er nie auf die Idee gekommen wäre, Brian hätte Ted näher als 50cm an sich rangelassen.

Das mag in dieser Folge so sein, jedoch benimmt sich Michael auch in allen anderen Situationen, die Brian und Sex betreffen kaum anders. Selbst wenn Brian und Ted Sex gehabt hätten, was geht Michael das an? Das ist für mich auch keine Schwärmerei, sondern reiner Besitzanspruch.


(12.10.2008 09:27)Alex schrieb: [ -> ]Dann in diesem Geräte Depot mit seinem Mitschüler. Er hätte den Kerl niemals anfassen sollen, der verrennt sich da und das ist sehr sehr gefährlich. Dieser Kerl ist so scharf geworden, weil er an Sex mit irgendwelchen Weibern gedacht hat. Für mich zeigt er keinerlei homo-, ja noch nicht einmal bisexuelle Tendenzen. Und Justin dreht sich das ist seiner kleinen merkwürdigen Welt so zurecht, dass er sich den Mitschüler für den Sex hält und Brian für die Liebe. Das kann nicht gut gehen und Daphne, die Einzige, die ihm das ausreden könnte, hört und glaubt nur das was Justin ihr erzählt.

Nun ja, die Büchse der Pandora wurde geöffnet und Justin befindet sich in einem Strudel aus Gefühlen. Er hat es tatsächlich geschafft sich Brian, seinen Gott, zurückzuholen und nun befindet er sich auf einem anderen Planeten. Er ist jetzt mutiger, er geht mehr ran, nachdem das bei Brian funktioniert hat. Wie er feststellt klappt es sogar bei diesem Mitschüler und das ist ihn eine Bestätigung, dass die Welt, die er sich zurecht spinnt real ist. Klar ist das gefährlich und natürlich verrennt er sich da, aber Verständnis habe ich schon für ihn.
Folge 105 - Hart an der Grenze


Schon in der ersten Szene wird klar, dass sich Brian für niemanden zu schade ist. Bäh, was für ein doofer Kerl und wie der sich mit dem Baby angestellt hat, bäh.

Lindsay ist eine verdammt schöne liebe Frau und selbst da kann Brian es nicht lassen, sich in den Vordergrund derer Beziehung stellen zu wollen. Er kümmert sich kein bisschen um das Kind, aber dennoch lässt er keine Gelegenheit aus, um Mel zu diskreditieren. Wahrscheinlich eine Retourkutsche für ihr eigenes Benehmen.

Warum müssen Amis eigentlich für jeden Mist zum Therapeuten? Anscheinend hat Justins Mutter Debbie nicht zugehört, genauso wenig wie ihrem Sohn. Warum fragt sie ihn nicht selbst, warum schleift sie ihn zu einer Therapeutin? Justins Antwort war genau richtig und seine Mutter hätte sich die Peinlichkeit wirklich schenken können.

Hat Brian tatsächlich ein Problem? Oder ist das nur das übliche Vorspiel? Normalerweise hat er doch kein Problem damit sich Kunden auf der Toilette zu angeln, wie in Folge 102 eindrucksvoll bewiesen. Was soll hierbei anders sein, das Alter vielleicht?

Ted scheint was aus seinen kürzlich erworbenen Erfahrungen gelernt zu haben. Find ich gut, erst einmal Abstand zu gewinnen und zu versuchen sein Leben intensiver zu leben. Emmet sollte ihn dabei unterstützen, anstelle von Anfang zu prophezeien, dass Ted eh bald wieder im Woodys und Babylon zu finden ist. Ist das so was wie Neid und den Blicken von Brian und Michael, als Ted geht?

Es ist toll komplett geoutet zu sein, privat, wie im Job, wirklich, es lebt sich viel einfacher, wenn man zu sich und seiner Neigung steht. So, und nun die Wahrheit: Für manche bedeutet outen im Job die Kündigung und privat vielleicht Ausgliederung aus der Familie. Man sollte für sich ganz alleine abwägen, wie man besser zurecht kommt und nicht darauf hören ob andere stolz auf einen wären oder nicht. Zwar hat Michael den richtigen Background in der Familie, aber in der Firma würde ich mir das dreimal überlegen. Ich persönlich finde verstecken auch doof, aber ein Outing muss man sich auch finanziell leisten können. Was nutzt es wenn Michael sich dort outet und die Leute eh nie mehr wiedersieht, weil man ihn rausgeworfen hat? Also ich würde an Michaels Stelle erstmal die Klappe halten.

Justin ist so ein Kind. Läuft da halb nackt rum und darf sich noch nicht mal ein Bier kaufen. Echt super peinlich. Peinlich genug? Nö, zuerst kommt Daphne angerannt und dann auch noch seine Mutter. Au Mann, es tut ja schon fast weh, wie die alle Register zieht. Kann sie sich wirklich nicht vorstellen wie schlimm das für Justin ist? Das hat für mich auch nichts mit verstehen wollen zu tun, diese Aktion ist der reine Egoismus.

Brian scheint ja wirklich was an Justin zu finden. Ich hab gedacht ich sehe nicht richtig, als er den anderen Typen wegschickt und Justin auf der Couch schlafen lässt. Der Moment, als Brian seine Hand auf Justins Gesicht legt, hatte schon was. Etwas Zärtliches.

Hä? Was ist denn plötzlich mit Brians Kunden los? Zuerst hat Brian Angst ihn nicht als Kunden gewinnen zu können und da frage ich mich ob Sex wirklich alles was er zu bieten hat, denn wenn das nicht zieht, steht er ganz schön auf dem Schlauch. Glücklicherweise und merkwürdigerweise springt der Kunde aber doch darauf an, nein, er kommt sogar selbst vorbei, weiß plötzlich, dass Brian schwul ist und ins Babylon geht. Very strange.

Debbie war richtig toll bei dem Gespräch mit Justins Mutter. Zuerst das Kondom bei den Teesorten und die wirft das einfach hinter sich und dann heitert sie Justins Mutter auf, indem sie doch noch vorhandenen Gemeinsamkeiten mit ihrem Sohn aufzählt. Wenn die endlich mal auf das hören würde, was Debbie sagt, würde es ihr und Justin viel besser gehen.

In jeder Folge überrascht mich Brian Kinney aufs Neue. Der guckt doch normalerweise nach nichts wenn er Kerle abschleppt, das kann doch nun jeder sein und nun bekommt er Druck vom Chef, es soll den Kunden an Land ziehen, dieser ist erfreulicherweise doch schwul und nun hat Brian Skrupel? Jetzt ziehe ich aber den Hut, dieses Gefühl habe ich ihm gar nicht zugetraut.

Michael fällt von der Leiter und die Szene mit dem Mädel war richtig schön. Ich finde beide süß, sie und Michael. Und nun dieser Arzt, ach du Schande, der geht aber ran. Zum Glück war Michael vorher noch bei Brian um sich umzuziehen. Ich finde es schade, dass er nicht mit seinen eigenen Klamotten zum Date gegangen ist. Zuerst sah er aus wie Emment, dann wie Brian und die Peinlichkeit mit Hugo Boss wäre wohl auch nicht passiert. Ich finde es ultra wichtig, dass beide in der Lage sind ihren eigenen Stil zu wahren. Trotzdem sollte Michael zumindest ein ganz klein wenig auf die Mannieren bei Tisch achten. Also eine Pepsi Light musste es sicher nicht sein. Aber ich denke das hat eh alles keinen Sinn, der eine ist Arzt und sammelt Wein, der andere ist ein bescheuertes Kind und sammelt Comics. Dann möchte sich Michael noch völlig übertrieben im Auto bedanken. Ende der Geschichte. Emmet hat völlig recht, Michael ist wirklich total bescheuert. Was hat sich Michael gedacht, dass er wie Brian ist oder wirkt, nur wenn er dessen Klamotten trägt? Armselig. Genau wie das was er anschließend macht.

Boah Brian sieht nicht nur aus wie eine Nutte, er benimmt sich auch so. Was zum Teufel macht der da? Zieht sich aus während der alte Sack ihm zusieht. Spätestens wenn der Sack ihm sie Hose runter zieht kann man echt nicht mehr hinsehen. Und dann klingelt das Telefon und Brian setzt sich nackt auf den Sessel und trinkt an der Schampusflasche. Geschmacklos. Wie eine Nutte. Das ist ganz deutlich unter seinem Niveau. Nur die Tatsache, dass sich die Tochter des Kunden den Arm gebrochen hat, gibt ihm die Chance da zumindest mit einem Fünkchen Würde wieder rauszukommen. Den Kunden hat er ja nun nicht gewonnen, das hätte er auch vor diesem Auftritt schon regeln können. Das in dem Hotelzimmer war mir jetzt wirklich viel zu billig.

Dass er danach doch noch zu Lindsay und dem kleinen geht, fand ich wiederum sehr gut. Sah gut aus, wie er auf der Couch lag mit seinem Baby auf dem Bauch. Irgendwie richtig. Er und Mel sollten es wirklich bald mal auf die Reihe kriegen, ich denke, das Kind braucht sie alle drei.
Die Folge fand ich echt gut, sie zeigt den Unmut der einzelnen Figuren auf.

Beginnen wir mit Justins Mutter. Sie sieht sich selbst nicht im Stande sich mit Justin auseinanderzusetzen, was verständlich ist, ich habe für alle Mütter Verständnis, die zuerst überlegen ob sie was falsch gemacht haben, wenn sich der Sohn outet oder geoutet wird. Ich fand Debbie klasse bei ihrem Gespräch mit Jennifer. Doch diese traut Debbie noch nicht so richtig und schleppt Justin zum Therapeuten. Schade, dass sie so hilflos ist und Justins Antwort war so richtig kindisch, Trotz hin oder her. Aber seine Mutter beweist, dass sie in Punkto kindisch sein noch viel mehr drauf hat und verfolgt Justin in diese Schwulenbar. Da kann ich Justin absolut verstehen, ich wäre auch davongelaufen.

Michael hat ein Date. Ganz große Aufregung. Das Vorspiel hatte er ja bei diesem Arzt. Peinlich, sein Besuch in der Praxis. Na ja, dieser Arzt findet Michael also so süß, um mit ihm Essen zu gehen. Dass das in einer Katastrophe endet war vorprogrammiert. Zuerst habe ich Debbie sein idiotisches Benehmen in die Schuhe geschoben, es ist ein Wunder das er sich selbst die Schuhe zubinden kann. Aber mittlerweile bin ich der Meinung, dass man mit 30 so viel Verstand entwickeln muss um sich zumindest einigermaßen menschlich bei Tische zu benehmen. Was der sich da geleistet hat war weder witzig noch süß noch in irgendeiner anderen Form akzeptabel.

Brian entwickelt ein sexuelles Gewissen? Der Kerl anfangs war wirklich unter aller Kanone, da gebe ich dir recht. Sein Date mit dem Kunden fand ich ebenfalls widerlich und ja es zeigt, dass Brian wirklich jeden anpackt und sich anpacken lässt, von wirklich jedem, egal wann, egal wo. Diese Überlegungen ob er das wirklich machen soll, nehme ich ihm nicht ab.

Teds Ablehnung fand ich auch gut, es sieht fast so aus als hätte er was gelernt, aber da hast du schon völlig recht, Emmet beruhigt lieber sein eigenes Gewissen mit der Vorhersage das Ted rückfällig wird, anstelle ihn zu unterstützen und zu sehen einen riesen Bogen um den ganzen Mist zu machen.

Lindsay gibt die Hoffnung auf Brian nicht auf und wird zunächst bitter von ihm enttäuscht. Ich rechne es Brian hoch an, dass er doch noch zu Lindsay gegangen ist, das war wichtig und richtig.
Folge 106 - Die Kunst der Verzweiflung


Oh ja, schwule Jungs brauchen Superhelden, sehe ich ganz genauso. Cooler Einstieg von Michael. Doch dann geht direkt das Gejammer wieder los. Immerhin hat er erkannt, dass Kleider nicht immer Leute machen. Brian ist ultra cool, lässt Michael jammern und wirft beide Augen auf den Verkäufer. Dieser weiß übrigens ganz genau wie er Michael anlenken und sich freie Bahn bei Brian schaffen kann. Michael ist in diesem Laden wie ein kleines Kind zu Weihnachten. Schön aber, dass er an Gus denkt und ihm was kauft, auch wenn es eine Wonder Woman Figur ist. Brians Tipp ist ja eigentlich nicht schlecht, kann nicht schaden wenn Michael es noch einmal bei dem Arzt versucht, doch leider macht Brian das nur um ihn los zu werden. Ich finde diesen Kerl hinter der Theke grottenhäßlich.

Oh mein Gott, Justin und seine kleine Freundin sind so was von mega peinlich, Hilfe! "Ich bin nicht lesbisch, aber ein großer Fan." Schlimm!

Ted scheint es ernst zu meinen, er will der Szene entsagen. Emmet ist gut, ein kleines Drogenkoma, da musste ich echt lachen. Ich finde die beiden sehr sympathisch zusammen, sie verstehen sich blind, obwohl sie verschiedener Meinung sind. Poah, Ü30 Party im Leichenschauhaus, wie alt ist Emmet denn?

Brian wird bei Lindsay und Mel schon fast wie Dreck behandelt. Schon wie er das Geschenk überreicht: "Wir rufen Michael an und danken ihm." Cool wie Lindsays die Nacktzeichnung von Brian zeigt und Mel bemerkt, dass er beschnitten ist. Das ist natürlich die Retourkutsche schlechthin. Das Hin und Her zwischen Mel und Brian ist genial. Woah, jede Bemerkung ein Treffer. Was mich an Mel stört ist, dass sie immer im Plural spricht, wir finden das und das gut, ist Lindsay nicht in der Lage sich selbst eine Meinung zu bilden?

Amis … ich sage es immer wieder. Was sollte denn dieses Gruppentreffen mit Ted und Emmet, meine Herrn, ich habe selten so viele schwule Jungfrauen auf einem Haufen gesehen. Ted erzählt von seinem Drogenerlebnis und die anderen welche Sorte Eis sie am liebsten haben oder dass sie in ihrer Freizeit dirigieren. Nö, da wäre auch keiner für mich dabei.

Bäh, Michael mit diesem Arzt ist starker Tobak. Wie dämlich Michael reagiert, weil der Captain Astro nicht kennt. Für mich ist das ein kleines Kind, wahrscheinlich fällt es mir deswegen so schwer den beiden zuzusehen.

Ted mit diesem Typen im Restaurant war sehr lustig. War reden sich die beiden da ein?

Bei Michaels Story im Fitnessstudio musste ich mich schon fast schütteln, aber Brian hat da schon die richtige Antwort drauf. Auf alle Fälle ist Michael wahnsinnig glücklich und das sollte man ihm gönnen. Das kann Brian aber anscheinend nicht. Ich nehme ihm jedenfalls nicht ab, dass er sich für Michael freut. In dieser Szene wird der große Unterschied zwischen Ted und Brian deutlich. Während Brian wirklich immer und überall nur an Sex denkt, möchte Ted der Szene entsagen und es wirklich ernsthaft mit einer Beziehung versuchen.

Diese Annahme wird sofort bestätigt als Michael den Arzt mitnimmt. Emmet ist ja noch witzig und so aufdringlich finde ich ihn überhaupt nicht, sondern sympathisch, man kann sich auch anstellen. Aber Brians Auftritt direkt anschließend ist unter aller Sau. Er sieht, dass der Arzt wohl nicht so hässlich ist wie er sich das gewünscht hätte, plaudert dann direkt was darüber aus was Michael erzählt hat und unterstellt ihm Sex mit seinen Patienten zu haben. Das finde ich echt traurig, nervig und ärgerlich, mir gefällt der Arzt auch nicht, aber er kann auch nicht erwarten, dass Michael nur für ihn atmet. Michael ist wirklich nur ein Hündchen für ihn und dass Brian das nötig hat will mir echt nicht in den Kopf.

Dieser David ist mir absolut unsympathisch. Was für ein Sensibelchen. Emmet hat ihm nichts getan und na ja Brians "Angriff" fand ich auch nicht nett, aber das Brian ihn angemacht haben soll, habe ich anscheinend verpasst. Ich hatte beim besten Willen nicht den Eindruck Brian möchte ihn scharf machen, sondern eher David dazu zu bewegen zu verschwinden. Der gute Doc hat ein wenig verstaubte Ansichten.

Die ewige Diskussion über die Community kenne ich. Wir gehören keiner an, obwohl sie für uns viel gekämpft und Gesetze erstritten hat. Dennoch bringen wir uns in keiner ein, wir leben Schwulsein vor und das halte ich ebenfalls für wichtig. Daher kann ich Brians Standpunkt nachvollziehen. Wenn man Hilfe braucht, kann man die durchaus auch aus der heterosexuellen Welt bekommen. Man sollte sich nicht so verschließen.

Bei der Ausstellung wird schnell klar warum Brian dort auftaucht. Sicher nicht um Justins Zeichnungen zu sehen. Wie er Justin einfach stehen lässt, um Zweitracht zwischen Michael und David zu sähen. Schon heftig wie Mel das Verhältnis von Michael und Brian beschreibt, sie hat recht und das muss David erst einmal verdauen. Mel und Lindsay find ich übrigens sehr schön, das sind zwei richtig schöne Frauen.

Justins Mutter schlägt sich tapfer. Sie ist unsicher, aber das ist nur verständlich und so schlimm es auch nicht was sie zu Lindsay und Mel sagt. Im Grunde genommen ist es ganz süß. Aber dann geht die Fantasie mit ihr durch und das Gespräch mit Debbie ist ihre Rettung. Während ich Debbie zuerst mal wieder völlig überzogen finde mit ihrer Ode an ihren Sohn, ist sie mitfühlend und hilfreich im Umgang mit Justins Mutter. Sie hat schon einmal versucht ihr etwas klar zu machen und die rennt mit Justin zum Psychiater. Im Moment macht sie aber den Eindruck es verstanden zu haben.

Ted hat den langweiligen Kerl endlich abgeschossen und na ja, hängt dann doch wieder im Babylon herum. Als er dort den Drogentypen trifft erfährt er, dass dieser Typ den Krankenwagen gerufen und sich anscheinend große Sorgen um Ted gemacht hat.

Ted im Babylon hat irgendwie was Einsames und Trauriges und trotzdem kommt er nicht davon los. Wie eine Sucht muss sich das anfühlen. Vielleicht ist ja heute der Richtige dabei. Sehr traurig und verdient hat er das auch nicht.

Brian zieht bei Michael natürlich alle Register, schließlich schaut David zu. Aber David macht es sich auch ein wenig leicht. So schnell geht das nicht, er muss Michael schon die Chance geben von Brian Abstand zu gewinnen. Er kann nicht erwarten, dass Michael bereits über dem Berg ist.

Dass Brian selbst Justins Bild gekauft hat und tatsächlich mit dem hässlichen Kerl aus dem Comicladen im Bett ist zeigt, dass dem Supertypen, der alles hat und alles kann und allen anderen alles gönnt, irgendwas fehlt.
Das ist meine absolute Lieblingsfolge! Die ist so witzig und cool.

Angefangen mit Michael und Brian im Comicladen. Brian: "Von deiner Jammerei wird mein Schwanz immer so schnell weich und das wollen wir doch nicht.", oder so ähnlich. Dann bei Mel und Lindsay, fand ich überhaupt nicht, dass Mel übertreibt, das sind Sticheleien, die ein Brian Kinney locker einstecken kann. Justin sollte sich mal mit jüngeren Männern treffen und auch, dass Brian beschnitten ist usw., das sind alles nur Antworten, die Brian sich gefragt hat. Ich denke, er kommt damit zurecht.

Ted und Emmet waren sehr sympathisch in der Folge, wie Emmet im Fitnessstudio von dem Film erzählt war so lustig und toll finde ich, dass er mit Ted fast überall hingeht. Ted hat nun diesen Kerl bei der seltsamen Daterunde kennengelernt. Mag sein, dass die beiden ihre Gemeinsamkeiten hatten, aber im Grunde genommen war von Anfang an klar, dass das nicht klappen kann. Die sitzen zum Beispiel in dem Restaurant und beglückwünschen sich gegenseitig weil sie keinen Sex mehr brauchen und glotzen beide dem Kellner unentwegt auf den Schritt. Man sollte das was Ted Roger an den Kopf schmeißt nicht ganz so übel nehmen, die Situation war zu aufgeladen, um nicht mit jeden Stein zu schmeißen, den er in die Finger bekam. Der Schluss mit Ted war super traurig. Er trifft den Drogenkerl wieder und für einen Moment gibt er Ted tatsächlich das Gefühl es könnte ein weiteres Treffen geben und zwar ohne Drogen, aber dann, als der andere Kerl auftaucht und der noch nicht mal Teds Namen behalten hat, ist alles aus. Diese Ablehnung, die Ted im Babylon entgegengebracht wird ist niederschmetternd und verdient hat er das wirklich nicht. Aber das Babylon ist nicht seine Welt, es würde ihm wirklich gut tun dort nicht mehr hinzugehen.

Michael und Dr. Dave, hach ja, das habe ich auch nicht verstanden. Aber Michael ist im Moment so glücklich überhaupt jemanden zu haben, dass er vor der Realität die Augen verschließt. Der Dr. will Michael mit Haut, Haaren und Gedanken, er möchte nicht mehr, dass Michael sich mit den anderen trifft. Zu behaupten, dass Brian ihn angemacht habe ist lächerlich und zeigt nur wie überempfindlich er auf Michaels Umgang reagiert. Was Mel ihm bei der Ausstellung sagt, ist zwar heftig, aber die absolute Wahrheit. Finde ich gar nicht schlecht, denn jetzt weiß er Bescheid. Was der für Vorstellungen hat kann ich nicht verstehen.

Brian ist der absolute Hammer in der Folge. Der ist so was von obercool, das ist die wahre Freude. Gerade die Szene mit David fand ich super toll, dieses arrogante Grinsen wenn er David durch die Blume sagt, dass er keine Chance bei Michael hat und lieber sofort verschwindet, so genial. Auch seine Bemerkungen im Fitnessclub waren echt cool, wie er Ted auslacht und David niedermacht, war zwar nicht in Ordnung, aber sehr sehr witzig. Oder bei der Ausstellung, wie er mit Michael über die Audentität von Justins Zeichnung diskutiert und Michael meint, er habe auch "Vom Winde verweht" schon lande nicht mehr gesehen, er wisse trotzdem wie lang der Film ist. Ich fand auch gut, dass Brian das Bild selber gekauft hat, es zeigt, dass langsam, ganz langsam etwas bröckelt in der Brian-Fassade, dennoch würde er es sich selbst nicht eingestehen.

Übrigens, der Tagtraum von Jennifer bei der Ausstellung fand ich ultra toll. Die Musik und wie Brian den Gürtel auf das Klavier knallt, einfach alles daran war so richtig cool.
Folge 107 - Ich will dich nicht, bleib bei mir!


Jo und schon geht es los mit dem Kindergarten. Justin lässt sich ein Pierching machen, natürlich nicht für Brian und natürlich ist er nicht sein Freund, aber nur weil Justin nicht auf feste Beziehungen steht. Großer Gott!

Lasst uns mal über David sprechen. Ist der Mann bescheuert? Der wundert sich, dass sie im Diner abgecheckt werden und Michael darf Brian nicht mehr erwähnen. Ich frage mich was das soll und wie lange er meint Michael damit halten zu können. Michael ist cool und er hat recht, man macht sich immer etwas vor, man muss immer auf Kompromisse eingehen, vor allem zu Beginn einer Beziehung. Aber das beruht auf Gegenseitigkeit. David versucht Michael mit aller Gewalt seinen Umgang auszutreiben und das kann nicht gut gehen.

Debbie ist auch cool. Klar, sonst ist sie immer so übertrieben, aber welche Mutter würde nicht ausflippen wenn ein Schwiegersohn winkt, der Arzt ist. In der Szene wird klar wie schrecklich peinlich Debbie für ihren Sohn ist, dabei finde ich sie da richtig süß.

Oho, eine ganz neue Figur erscheint in der Serie: Justins Vater Craig. Ich glaube alle Väter auf der Welt reagieren gleich auf die Nachricht, wenn sie es hören, ihr Sohn ist schwul. Zuerst abstreiten, das nicht wahr haben wollen und dann folgt die Wut auf dem Fuße. Es ist so leicht allen Anderen Vorwürfe zu machen und es einfach verbieten zu wollen.

Aaach, jetzt machen Ted und Emmet Michael nervös, das ist nicht fair, aber wahnsinnig witzig. Die beiden sind so was von beziehungsfremd, aber auf diese Warnsignale würde ich allerdings auch achten.

Brian versucht Michael von David los zu bekommen, koste es was es wolle. Er will Michael nicht, kann es aber auch nicht ertragen wenn er jemand anderen hat. Es kommt mir so vor als müsste Michael sein Leben allein fristen, nur um Brian anzuhecheln und das natürlich nur wenn dieser es gerade will. David ist volle peinlich, das bestreite ich gar nicht, die Blumen wären für mich ein Grund zu gehen, aber warum ist es so schwer die beiden einfach in Ruhe zu lassen? Das dauert eh nicht lange, wenn David weiterhin versucht Michael so einzusperren.

Die Auseinandersetzung zwischen Justin und seinen Eltern verläuft erwartungsgemäß. Im Grunde genommen haben sie Recht, es ist gegen das Gesetz und Brian kann dafür belangt werden. Justin sollte langsam mal auf die Bremse treten mit dem was er sagt, dann müsste es auch nicht so eskalieren. Seinem Vater, der gerade erst davon erfahren hat, so etwas ins Gesicht zu sagen ist schlichtweg dumm. Ich kann Craig noch nicht mal Intoleranz vorwerfen, das ist einfach zu viel für ihn und Justin benimmt sich wie ein Idiot, also quasi wie immer.

David ist sogar noch peinlicher als Debbie, nicht zu fassen. Das mit der Spagetti geht durch und durch, boah, ultra peinlich und dann lädt er Michael tatsächlich übers Wochenende ein. Alles auf einmal.

Lindsay ist süß und schön. Ist schon lustig wie Brian beschreibt wie Michael im Moment lebt und das ändern soll, sesshaft werden und erwachsen und beschreibt sich dabei haargenau selbst. Ob er das extra macht?

Justin bekommt Ärger wegen seiner Gesinnung, hach ja, wer von uns hat das nicht mitgemacht? Mann wird blöd angemacht, gibt das Entsprechende zurück und bekommt eins auf die Schnauze. Genau an der Szene sieht man wie schwul dieser Kerl aus dem Gerätelager ist, aber Justin meinte ja, er könne auch den haben. Vielleicht macht er jetzt mal die Augen auf.

David geht ganz schön ran. Der Wagen, die tolle Hütte, den tollen Fisch an der Wand, mache finden sein Aussehen toll und dieser ultra super Typ ist solo und gesteht Michael jetzt auch noch seine Liebe. Was muss eigentlich noch passieren bis Michael kapiert, dass die Sache einen riesigen Harken hat?

Boah, Ted bringt die Beziehung zwischen Brian und Michael aber genau auf den Punkt. Kaum ist Brians kleiner Privatzuschauer nicht in der Stadt, hat dieser auch keinen Bock auf die Jungs. Vögeln macht nur dann richtig Spaß wenn dein bester Freund alleine nach Hause geht. Besser kann man es gar nicht beschreiben.

Craigs Verzweiflung zeigt nicht etwa wie sehr er an seinem Sohn hängt, sondern wie sehr er versucht Justin umzudrehen. Brians Jeep zu rammen, so als wäre er dann raus aus Justins Leben und als würde er sich von nun an für Frauen interessieren. Das ist wirklich Verzweiflung. Obwohl Craigs Anruf bei Brian schon ziemlich heftig war - und echt lustig.

Wie blöd ist Michael eigentlich? Warum zum Teufel bricht er das Wochenende ab? Ich kann Davids Ärger voll verstehen, der Kerl hat sie echt nicht alle. Oh Gott, Brian ist verletzt ich muss nach Hause. Der Typ hat Null Selbstwertgefühl.

Ich rechne es Mel sehr hoch an, wie sie David hinterher geht, Brian hat Michael ja verboten das zu tun und das was Brian sagt ist schließlich Gesetz. Was Mel und David über Brian zusammen philosophieren find ich gut, denn ich stelle mir die gleiche Frage. Nicht, dass ich Brian nicht toll finde, aber deswegen muss man ihn noch lange nicht so vergöttern wie es die meisten in seinem Umfeld tun.

Genauso reagiert David, er befolgt Mels Rat und kämpft um Michael. Sich Brian im Babylon zu schnappen, Brians Revier war schon mutig und auch seine sehr bestimmte Bitte Michael loszulassen. Brian merkt, dass David ein verflucht harter Brocken ist und nun gibt es nur zwei Möglichkeiten für ihn: Entweder er erfüllt die Bitte Davids, was ich nicht glaube oder er setzt noch einen drauf.
Das ist eine der wenigen Folgen, in der ich Debbie völlig sympathisch finde. Wie sie David einlädt und auch wie sie sich bei Tisch dann benimmt. Dann wird David aber von Vic angehimmelt. David gefällt mir überhaupt nicht. Der versucht bei Michaels Freunden so unglaublich verständnisvoll zu wirken, dabei wird er alt und versucht es sich einfach noch mal zu beweisen. Jetzt ist es was Persönliches zwischen ihm und Brian und ich wäre sehr gespannt ob er das auch abzieht wenn es Brian nicht geben würde und er Michael ohne Probleme haben könnte. Ich denke nicht, dass David Brian das Wasser reichen kann.

Brians Verhalten Michael gegenüber mag zwar egoistischer Natur sein, dennoch denke ich, dass er ihm damit einen Gefallen tut, denn mit David stimmt was nicht und Brian ist der Einzige, der das zu erkennen scheint, trotz aller Warnungen von Emmet, die David nach und nach, alle innerhalb von einem Tag erfüllt.

Teds Breitseite ist irgendwie unfair. Er ist selber nicht beziehungsfähig und er ist in Michael verliebt. Muss er seine Eifersucht an Brian auslassen? Emmet ist ultra süß! Wie der da im Schaum gesteckt hat mit diesem Kerl war schön und lustig. Wenigstens einer, der richtig Spaß hatte.

Diesen Typen, den Brian vor dem Babylon abblitzen lässt finde ich richtig schön. Brian ist sich für nichts und niemanden zu schade und dann kommt mal jemand vorbei, der nicht ekelig aussieht und dem schlägt er verbal ins Gesicht.

Justins Eltern sind eine Geschichte für sich. Natürlich macht Jennifer das Richtige, indem sie ihrem Mann Bescheid sagt. Sie macht sich Sorgen wegen Justins Umgang und dass dieser nicht gut ist weiß ja nun jeder. Bevor ich als verzweifelter Vater Brians Wagen ramme, hätte ich tatsächlich die Polizei gerufen. Nicht, dass Justin davon zur Hete wird, aber wenn ich eh selbst einschreiten möchte, dann richtig und zwar ohne mich selbst strafbar zu machen.

Michael ist genau wie Justin völlig kindisch. Ich denke, die beiden tun sich echt nichts. Justin mit seinem Piercing und seiner Liebeserklärung vor seinen Eltern, wie ein Elefant im Porzellanladen. Die Auseinadersetzung in der Umkleide ist allerdings normal. Die meisten Jungen oder Männer reagieren mit Wut und Gewalt auf Homosexualität, vielleicht aus Angst oder aus Scham oder einer Mischung von beidem, keine Ahnung.

Michael der Dämel kommt tatsächlich sofort nach Hause wegen Brian. Schon allein, das er Brian anruft während er nackt im Gras liegt ist total krank. Auch ich kann Davids Ärger nachvollziehen, vor allem weil Brian nicht verletzt ist. Dass nur Mel ihm hinterher geht ist echt traurig. Dabei tanzte Brian doch mit Justin, da geht Michael nicht seinem Freund nach, nein, er bleibt und sieht den beiden lieber beim tanzen zu. Das ist mir sehr unverständlich.
Folge 108 - Babylon Bumerang


Eine Beförderung steht bei Michael ins Haus, aber er ist nicht bereit etwas dafür zu tun. Er ist zufrieden mit seinem Job und lehnt die Verantwortung ab. Das ist sein gutes Recht, nur ich persönlich habe mehr Anspruch und würde es zumindest versuchen.

Au Mann, Justins Vater spinnt ja wohl. Greift Brian auf der Straße an und tritt ihn zusammen. Justins Reaktion ist nur natürlich, man merkt dem Jungen den Schrecken an, den er bekommen hat. Mich wundert wie ruhig Brian in der Szene bleibt, das rechne ich ihm hoch an.

Nur eine Szene danach macht Justin alles Positive sofort wieder kaputt. Es geht hier immerhin um seinen Vater und nicht um irgendeinen Penner. Er erzählt voller Stolz wie er auf seinen eigenen Vater eingedroschen hat. Klar war Craigs Verhalten falsch, aber das was sein Sohn da abzieht ist echt das letzte.

Debbies Ansprache ist gut und sie hat Recht. Justins Eltern sehen ihn noch nicht als Mann und werden ihn vielleicht niemals als schwulen Mann sehen. Grund genug für Brian den Beleidigten zu spielen und Justin vielleicht noch einen Floh ins Ohr zu setzen. Oh je und dann klappt Debbie zusammen. Meine Güte wie viele Stunden arbeitet sie in dem Laden?

Craig ist nicht mehr als ein armes Würstchen. Brian anzugreifen war schon unfassbar, aber dann, zu Hause, auf Justins Entscheidung, der dieser in einer Art Schockzustand ausgerufen hat, zu bestehen, ist so ekelhaft, dass mir die Worte fehlen. Er würde Justin wahrscheinlich wirklich nicht mehr ins Haus lassen, schließlich hat er sich ja entschieden. Die arme Jennifer, wie soll sie Justin klar machen, dass sie anders denkt und das Verhalten ihres Mannes ebenfalls verurteilt? Ich hatte Craig mehr Mumm zugetraut. In der letzten Folge hatte ich noch so was wie Verständnis für ihn, aber das ist nun völlig verflogen.

Woah, Debbie braucht Kohle. Es ist schlimm wie sie sich kaputt arbeitet. Nun ist auch klar wieso, sie hat eine Hypothek, anscheinend nicht die erste, auf das Haus aufgenommen und wahrscheinlich braucht Vic das Geld, um die vielen Behandlungen und Medikamente zu bezahlen.

Wenn ich die Beziehung zwischen Brian und Justin betrachte weiß ich nicht ob ich weinen oder mich ärgern soll. Justin ist wie ein dummes Hündchen, das den tollen Brian anhechelt und sich beinahe auf Knien entschuldigt für etwas was er doch gar nicht getan hat. Brian lehnt die Entschuldigung auch noch ab "Davon kann ich mir nichts kaufen", ganz toll Brian und dann will Justin gehen, er hat selbst keine Ahnung wohin, aber Hauptsache Brian muss seinen Anblick nicht mehr ertragen und darf dann auf der Couch schlafen. Vielleicht habe ich zuviel Stolz oder Selbstwertgefühl, aber für so was bin ich mir wirklich zu schade und war es auch immer. Gott, wie Brian Justin dann noch als mutig rühmt, weil er seinem Vater die Stirn geboten hat und der dann sagt: "Er wollte dir weh tun." Wie dämlich ist der eigentlich? Ich kann Menschen, die sich dermaßen unterwerfen nicht leiden. Dieses Verhalten ärgert mich maßlos.

Bei Michael ist es schon fast lustig wie eifersüchtig er ist. Nun hat Craig Brian schon beinahe totgeschlagen und dafür hätte Justin allein in die dunkle Nacht schicken sollen. Witzig ist auch wie die beiden aneinander vorbei reden. Brian sucht sich einen neuen Wagen aus und Michael heult vor sich hin. Aber dann finde ich Michaels Reaktion schon wieder cool, er will Brians Geld nicht, er will und muss das Geld selbst für seine Mutter beschaffen.

Justin reagiert so unfair auf seine Mutter. Sie ist gut genug ihm die Sachen zu bringen, aber mit ihm reden darf sie nicht. Da spielt er den coolen und für Brian ist er das unterwürfige Hündchen. Das hat auch nichts mit dem Alter zu tun, Justin gefällt mir im Moment überhaupt nicht. Er hat keinen Funken Verstand im Schädel und alle müssen entweder Verständnis für ihn haben oder sollen verschwinden.

Das Verhältnis zwischen Debbie und Vic ist ein wenig angespannt, aber nicht gefährdet. Die beiden lieben sich und das ist schön. Es ist genauso anständig von Vic sich eine neue Bleibe suchen zu wollen, wie von Debbie ich nicht gehen zu lassen. Schön. Ach übrigens, finde ich Debbie ohne rote Perücke gar nicht schlecht. Sieht nicht ganz so aufgedonnert aus, aber auch zehn Jahre älter.

Was für ein sensationeller Auftritt von Jennifer in Brians Büro. Sie macht ihm klar, welche Konsequenz sein Verhalten hat. Er ist jetzt verantwortlich für Justin und das war ihm selbstverständlich nicht bewusst. Einfach klasse, wie sie ihm das Videotape zeigt mit Justins Lieblingsfilm und natürlich weiß Brian auch nicht was Justin werden möchte. Auch der Scheck war toll. Langsam sollte ihm dämmern, dass es ein riesiger Fehler war sich dieses Kind ins Bett zu holen. Ist wohl richtig, dass ihm endlich mal jemand die Folgen seines Verhaltens dermaßen vor den Latz knallt.

Nun ist Michael in einer sehr schwierigen Situation. Sein Chef spricht offensichtlich auf ihn als Nachfolger an, doch was soll er machen? Sich outen ist befreiend, aber das muss man sich auch leisten können. Genau das kann er nicht, aber sich einfach ein Mädel zu suchen, dass mit ihm geht ist auch nicht gut. Ich kann seine Zerrissenheit nachvollziehen.

Jetzt ist Brian tatsächlich klar, dass er ein kleines Kind zu Hause hat. Geschieht ihm Die kleine Freundin am Telefon, Justin hampelt lieber in Brians Klamotten herum, anstelle von aufzuräumen und was einzukaufen. Mit elf wäre das vielleicht noch ok, aber so ist es einfach nur ärgerlich. Und räumt er auf, nachdem Brian ihn angeschrieben hat? Nein, als Brian meinte er ginge ins Bett, meint er einfach er könnte mit ihm gehen. Mit anderen Worten hat er überhaupt nicht begriffen worum es geht oder was Brian will. Eins ist jedenfalls klar, mit dem Verhalten sitzt er bald auf der Straße.

Was war das für ein Auftritt im Autohaus? Kann sich Brian direkt mehrere Autos leisten, dass er eins einfach mal durch die Scheibe fahren kann? Meine Güte, wir sind auch schwul und ab und zu bekommt man einen Spruch zu hören, wenn wir jedes Mal so was abziehen würden, hätten wir echte Probleme. Ich finde Brian echt dämlich in dieser Beziehung.

Ach David ist also doch noch da. Michael will Tracy nicht heiraten, sondern mit zu einer Party nehmen. Da muss ich wirklich mal Michaels Partei ergreifen, er kann nicht einfach die Wahrheit sagen und abwarten was passiert. Nicht jetzt, er braucht das Geld damit sich seine Mutter nicht kaputt arbeitet. Es mag unfair Tracy gegenüber sein und auch sich selbst, aber ein Outing zu diesem Zeitpunkt wäre der blanke Irrsinn. Traurig, dass David kein Verständnis dafür hat.

Jetzt könnte ich über die Beziehung zwischen Brian und Justin tatsächlich noch mal genau das gleiche schreiben wie vorhin. Das Gespräch mit den Eltern, das dermaßen mit den übelsten Klischees gespickt war, hat nichts gebracht. Dass Justin ihm so hörig ist (Justin, schau deine Mom an, Justin kommt du?) ..., aber na ja, ich habe es ja schon geschrieben.

Michael hat den Job bekommen und das freut mich. Er hält sich für einen Lügner, was er ist, aber ich habe Verständnis dafür. Tracy ist ein liebes Mädel, ich würde versuchen mit ihr zu reden und es ihr erklären.

Trotz geschrubbter Bude und leckerem Essen ist das Drama zwischen ihnen noch nicht zu Ende. Die können dort nicht zusammenleben, das ist unmöglich.
Nein nein nein, so einfach kannst du Justin nicht abkanzeln. Versetze dich bitte mal in seine Lage. Er ist blutjung und hat gerade erst seine ersten sexuellen Erfahrungen gemacht. Dann ist da Brian, der äußerlich sehr ansprechend ist und erfolgreich und der immer wieder auf Justin zurückgreift. Es ist doch völlig logisch, dass sich Justin das nicht versauen will und sich wie ein Löwe vor Brian wirft, selbst oder gerade wenn der Angreifer sein Vater ist.

Es gibt ein Alter, da kämpfen die Eltern auf völlig verlorenem Posten. Nichts ist richtig, da kann man so tolerant und mitfühlend sein wie man will, alles wird negativ ausgelegt. Bei mir selbst hat diese Phase, in der meine Eltern von einem anderen Planeten zu kommen schienen und eine andere Sprache sprachen sogar mehrere Jahre gedauert. Ich habe erst mit 19 oder 20 wieder angefangen ihnen überhaupt zuzuhören. Justin ist 17 und befindet sich in genau dieser Phase.

Wie einfach wird ihm die Entscheidung zwischen seinen Eltern und Brian denn gemacht? Auf der ganzen Welt würdest du niemanden finden, der sich in dieser Situation nicht für den Freund entschieden hätte. Ich habe vollstes Verständnis für Justins Angst, Brian könnte ihn wegschicken. Er merkt wie böse Brian auf seinen Vater ist und wie gekränkt, Craig hat ihn niedergeschlagen und beleidigt. Er möchte es in Ordnung bringen und zwar ganz schnell und dazu sind ihm alle Mittel recht.

Dann setzt seine Mutter noch einen drauf, sie geht in Brians Büro und macht klar, dass Brian die Verantwortung für ihn hat. Auch das muss für Justin ultra peinlich sein und bringt die ohnehin schon angespannte Beziehung zwischen ihm und Brian in ein bedrohliches neues Stadium.

Du wirfst ihm vor, dass er nicht aufräumt und nicht einkauft, aber am nächsten Abend macht er das, er ist gerade dabei Essen zu kochen als Brian mit dem Kerl auftaucht. Brians Verhalten ist so abartig, wie kann er einem Menschen, egal wem, so etwas antun? Er ist sich Justins Liebe ganz und gar gewiss und zieht trotzdem die Show mit dem Kerl ab. Vielleicht liegt es an den vielen Drogen, die er nimmt, dass etwas in seinem Kopf nicht mehr richtig funktioniert. Justin hat sich gegen seine Eltern entschieden und sich gegen seinen Vater gestellt, um dann das mit ansehen zu müssen.

Und dann siehst du wo Justin noch hin kann. Für eine Nacht ist es Mel und Lindsay egal ihn auf der Couch zu haben, sie verständigen sich aber sofort darauf, dass er dort nicht bleiben kann. Wo soll Justin denn hin?

In der Schule bekommt er gerade mal wieder Dresche, weil er schwul ist, als Brian auftaucht und ihn zu seinen Eltern schleppt. Es sind gerade die Klischees, die mich so wütend machen auf Craig. Jennifer versucht alles, um eine vernünftige Lösung zu finden, eine, mit der alle leben können und Craig benimmt sich wie ein Vollidiot. Wie er Brian behandelt, wie Dreck, so als wäre er ein mieser Penner und kein ordentlich gekleideter intelligenter Mann.

Justin möchte nicht zu seinen Eltern zurück, er möchte bei Brian bleiben. Ich denke, deswegen sieht er seine Mutter nicht an. Da Brian auch sehr an einer Lösung dieser Situation interessiert ist, bittet er Justin seine Mutter anzusehen und zu hören was sie zu sagen hat. Mit Unterwürfigkeit hat das alles nichts zu tun. Nur als Brian bemerkt, dass Justin bei seinen Eltern in seinem Denken und sogar in seinem ganzen Sein unterdrückt werden soll, nimmt er ihn lieber wieder mit zu sich. Ich finde das hochanständig von Brian.

Die Schlussszene ist kein Happy End, das ist schon klar, aber sie zeigt, dass beide, Justin und Brian versuchen das Beste daraus zu machen.
Jetzt bin ich einigermaßen platt über deine Ausführungen Justin betreffend. Mir gefällt es sehr gut wie du die ganze Situation von seinem Standpunkt aus betrachtest und so Verständnis für ihn aufbringst. Du hast Recht Bela, ich habe ihn zu schnell in eine Ecke geschoben und mich geärgert.

Die Szene in der Justin mit Kopfhörer auf durch die Bude tanzt hat bei mir das Fass zum überlaufen gebracht.
(09.11.2008 12:10)Alexander schrieb: [ -> ]Die Szene in der Justin mit Kopfhörer auf durch die Bude tanzt hat bei mir das Fass zum überlaufen gebracht.


Die Szene fand ich ehrlich gesagt sehr witzig. Brian regt sich so auf, dass er Kopfschmerzen bekommt. Justin hatte noch gar nicht mit ihm gerechnet, er fragt sofort, warum Brian schon da ist. Vielleicht wäre das nicht so eskaliert, wenn Brian später zurückgekommen wäre.

Michael gefällt mir sehr gut in dieser Folge. Er übernimmt die Verantwortung für den Haushalt, der ja nun nicht nur seine Mutter betrifft, sondern auch seinen Onkel. Er hat die Situation klasse gemeistert und hat sich gegen seinen Kollegen durchgesetzt. Dass er Tracy benutzt, um sein Ziel zu erreichen finde ich nicht so schlimm, er macht ihr eigentlich überhaupt nichts vor. Die beiden gehen aus, mehr nicht, das muss weder im Bett noch vor dem Altar enden. Ich kann Davids Einstellung auch nicht nachvollziehen, er versucht Michael jetzt auch noch seine Denkweise aufzuzwingen.
Folge 109 - Sonny Boy


Ich erspare mir direkt an Anfang den Kommentar über die Erbärmlichkeit von Internetsex und gehe direkt zur Billardszene über.

Brian stellt die berechtigte Frage nach Davids Verbleib. Dem sind Michaels Freunde anscheinend nicht gut genug. Der nächste Schritt ist bestimmt, dass Michael sie gar nicht mehr sehen kann. Und Justin, Herrgott, dieses dumme Kind, meint er dürfe sich die Nacht um die Ohren schlagen, weil Brian dies tut. Schon allein die Antwort "Du bist doch auch hier", ärgert mich mal wieder.

Der kleine Gus ist krank und Lindsay steht buchstäblich die Panik in den Augen. Ich glaube ein krankes Baby ist das schlimmste überhaupt für junge Eltern. Ich würde auch sofort mit dem Kleinen ins Krankenhaus rasen.

Justin nimmt die Trennung zu seiner Familie nicht leicht, obwohl er bei Brian wohnen darf. Er sieht sich noch nicht im Stande dazu seinem Vater noch einmal gegenüberzutreten und mit ihm zu reden. Nur leider wird Jennifer an der Situation nichts ändern können und irgendwie habe ich auch das Gefühl, sie möchte, dass Justin noch mal mit seinem Vater spricht. Er verdrückt sich ein Tränchen, was ich schön finde, aber wenn er es bei Brian als Allergie abtut. Brian hat in der Beziehung echt einen Knall. Michael muss sich outen weil das bei ihm in der Firma geklappt hat und Justin soll die Kontaktversuche mit seinem Vater unterbinden, nur aus dem Grund weil Brian es genauso macht. Hoffentlich hört Justin nicht auf ihn.

Ich habe das Gefühl, dass Justin ganz allmählich ein Bild von Brian bekommt, das ihm nicht zusagt. Nur ob er Manns genug ist es ihm auch zu sagen bleibt abzuwarten. Sicher nicht solange er bei ihm wohnt.

Michael spricht David auf seine Freunde an und ich habe ebenfalls den Eindruck, dass David ihn versteckt. Eine Dinnerparty steht im plötzlich im Raum von der er Michael gar nichts gesagt hat. Ich weiß, Michael ist kindisch und irgendwie dumm, aber das hat er wirklich nicht verdient.

Traum oder Wirklichkeit, Emmet ist doch hoffentlich nicht verrückt geworden. Anscheinend steht er auf diesen Online-Quatsch, warum möchte er damit aufhören? Nur weil ihn jemand treffen wollte? Ich bin mal gespannt was dabei rauskommt.

Jetzt bin ich ein wenig überrascht. Eine Stadt mit eigenem Schwulenvierteln mit Restaurants und Bars und allem Schnickschnack hat ein Krankenhaus in dem Schwule und Lesben dermaßen behandelt werden? Das finde ich ziemlich merkwürdig. Natürlich ist es normal, dass nur die Eltern mit in den Behandlungsraum dürfen, das ist bei allen so, aber die Blicke dieser Krankenschwester und wie sich der Arzt benimmt ist schon ziemlich heftig. Dann verstehe ich den Zusammenhang nicht so ganz, zwischen dem Libertyviertel und allen anderen. Melanie ist völlig am Ende und das tut mir sehr leid. Sie sieht Gus als ihr eigenes Kind an und sie macht sich die allergrößten Sorgen um ihn.

Michael ist zu recht besorgt wegen des Treffens mit Davids Freunden. Das wird auf alle Fälle eine totale Katastrophe. Warum sich Brian ärgert, weil er zu seinem Sohn ins Krankenhaus musste ist mir völlig schleierhaft. Sollte Michael für ihn dahinfahren? Was ist das denn bitte für ein Vollidiot? Und Michael entschuldigt sich auch und erklärt händeringend warum er das Handy aus hatte. Manche Dinge begreife ich nicht.

Was auch immer Justins Eltern sein mögen, sie haben ihm auf jeden Fall Tischmanieren beigebracht. Alle Achtung, er weiß genau wann er welchen Besteck und welches Glas er zu was benutzen muss, auch bei den Themen zu Tisch kennt er sich genau aus. Das ist ein wahnsinnig schweres Thema, auch bei Kunden, man muss sich sehr schnell einen Überblick über die einzelnen Personen am Tisch verschaffen, damit man weiß über was man reden kann und auch wie weit man mit seiner Ansicht gehen darf. Nach ein wenig Übung geht das wie von selbst.

Ich finde es nur richtig wenn Mel das Sorgerecht haben will. Brian interessiert sich eh nicht für das Kind und schickt lieber Michael vor wenn der Kleine ins Krankenhaus muss. Mel hat das verdient, da gibt es keine Frage. Warum Justin sich da überhaupt einmischt weiß ich nicht, es ist weder sein Kind noch ist er mit Brian zusammen. Seine Empörung ist mir unverständlich, er sollte vielleicht erst einmal mit seinem Vater ins Reine kommen, bevor er Brian irgendwelche Vorwürfe macht.

Ok, die Dinnerparty ist daneben gegangen, wie erwartet, aber nicht weil Michael sich wie ein Kind benimmt, sondern weil sich alle anderen für was Besseres halten. Ich bin richtig stolz auf Michael, wie er sich geschlagen hat, aber bei den tollen Professoren hat er keine Chance. Ich fand es so toll wie er überlegt woher er den einen Typen kennt, das war richtig gut. Die Geschichte von Vic war toll und kein bisschen rührselig, aber über Krankheit möchten die hohen Leute nichts hören.

Es gibt Leute, denen möchte ich nicht beim Sex zusehen und dazu gehören auch Lindsay und Melanie.

Brian trifft sich mit seinem Vater. Ich finde es gut, dass er ihn finanziell unterstützt. Hätte ich gedacht wo er doch so ekelhaft über ihn spricht und nichts mit ihm zu tun haben will. Sein Vater hätte lieber auf eine Familie verzichtet, das ist sehr traurig. Ich kenne den Rest der Familie nicht und ich habe auch keine Ahnung was sich abgespielt hat. Daher erlaube ich mir auch kein Urteil über diese Aussage und auch nicht über die Person.

Emmets Treffen mit dem Kerl aus dem Netz ist ja cool. Ganz nicht schlecht immer nen Kerl laufen zu haben, der sagt was man tun soll.

Irgendwas habe ich nicht verstanden oder nicht mitbekommen. Brian weint wegen seines Vaters weil er sagt, er habe einen erfolgreichen Sohn und ihn wegen Geld angehauen hat. Ich verstehe das Problem nicht, aber ich kenne den Rest der Geschichte auch nicht, aber das was ich bis jetzt gesehen habe ist weiß Gott kein Grund zum heulen, vor allem nicht, wenn einem sonst im Leben alles völlig egal ist.

Wow Emmet, wie ist der denn drauf? Da sieht man was man mit ein wenig mehr Selbstvertrauen alles erreichen kann. Freut mich sehr und das Selbstwertgefühl steht ihm total.

Brian hat echt nen Schaden. Warum tut er den Frauen das an? Wenn er das nicht unterschreiben möchte, warum sagt er das nicht sofort? Warum macht er den beiden so viel Hoffnung? Weil er weinen musste, weil sein Vater ja ach so ekelhaft zu ihm war? Ich finde das lächerlich und unfair. Plötzlich ist es SEIN Kind, alles klar, hoffentlich hat Michael beim nächsten Mal sein Handy eingeschaltet.

Hmm, jetzt soll Michael auch noch bei David einziehen. Hoffentlich überlegt er sich das gut.
Als ich die Szene mit Brian und seinem Vater sah ist es mir eiskalt den Rücken rutergelaufen. Da kommt ein Teil von Brians Selbst zum Vorschein, einen Teil, den er bisher sorgfältig vor der Welt zu verstecken wusste. Er hat mit seinem Vater nicht so cool abgeschlossen, wie er es Justin zu Beginn der Folge weiß machen möchte. Die Situation zwischen ihm und seinem Vater ist viel komplexer. Es ist schon traurig wie er zu seinem Vater geht und der Brian einerseits wie ein kleines Kind behandelt, dann Geld von ihm erbettelt und dann auch noch die Unverschämtheit besitzt zu sagen, er sei ohne Familie besser dran gewesen.

Für Brian muss das eine Katastrophe sein. Er hat sich noch nicht mal geoutet bei seinem Vater. Er geht dorthin erfleht doch regelrecht ein nettes Wort von ihm, aber der macht sich nur lustig über Brians Job und hält es für besser Brian sei gar nicht erst geboren.

Ich finde die Szene so grausam, eben weil sich Brian noch nicht mal geoutet hat, damit hat sein Vater doch überhaupt keinen Grund schlecht von ihm zu denken. Was natürlich nicht heißen soll, dass er mit dem Wissen um das Schwulsein seines Sohnes eine Berechtigung dazu hätte. Man weiß ja wie einige Väter darauf reagieren, aber hier ist das nicht der Fall. Ich denke, wenn sich sein Vater so ihm gegenüber verhält, würde ich es ihm sagen.

Brian flieht in seiner Not zu dem einzigen Menschen, der ihn versteht und der das alles schon mehrmals mitbekommen hat: Michael. Wie fürsorglich er sich um Brian kümmert und ihm gut zu redet ist wahre Freundschaft.

Wie sehr Brian davon mitgenommen wird zeigt er am Schluss, als er Gus doch nicht zur Adoption frei gibt. Natürlich ist unfair und natürlich ist es eine Überreaktion, aber in dieser Situation ist er einfach noch nicht in der Lage loszulassen.


Michael war toll in dieser Folge. Ich denke, es wird Zeit mit der Verstellerei aufzuhören. David weiß was er hat und er weiß auch was Michael kann und was nicht. Es wird Zeit sich zu entscheiden ob er das nun haben möchte oder nicht. Das waren doch keine Freunde bei der Dinnerparty, das waren blöde Angeber. Ich mag Leute nicht, die mit ihrer Intelligenz angeben möchten und mit den Vorteilen, die sie daraus schlagen. Michael ist immerhin Filialleiter, das hat er sich erarbeitet und man ist stolz auf ihn. Die tun das als etwas Abartiges ab, einen Laden in den kein normaler Mensch seinen Fuß setzen würde. Ich fand es auch klasse, dass er den einen Kerl von einer Party her kennt und Michael sich sogar Filzläuse bei ihm geholt hat. Seine Geschichte über Vic ist ein kleiner Stich ins Herz.

Michael war echt cool und er ist im Unrecht weil er sich die ganze Zeit Vorwürfe macht. Der Doktor scheint das ähnlich zu sehen, schließlich bittet er Michael darum bei ihm einzuziehen.


Ich finde es witzig was du über Justin schreibst. Während er dir in der letzten Folge noch viel zu unterwürfig war, ist er die jetzt zu aufmüpfig. Das am Anfang war dumm, keine Frage, aber du hast Recht Alex, so langsam blickt er Brian schon mal ziemlich verständnislos an und schüttelt innerlich den Kopf. Justin liebt seinen Vater und seine Familie und es ist ihm nicht egal von ihnen getrennt zu sein. Er fragt danach ob sein Vater nach ihm gefragt habe oder vielleicht irgendeine Bemerkung, die ihm zeigt wo er dran ist. Es tut ihm sehr weh, dass Jennifer weder das eine noch das andere für ihn hat. Alles läuft darauf hinaus, dass sich Justin noch einmal mit ihm auseinandersetzen muss und davor hat er schlichtweg Angst. Er macht daraus aber absolut keinen Hehl und das ist bewundernswert. Was Brian ihm da verzapft ist natürlich völliger Blödsinn, aber das weiß er ja selbst.
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