RE: O Fantasma
Bereits zu Beginn des Film wird die besondere Bindung zwischen Sergio, einem sehr jungen Mann, der sich als Müllmann in Lissabon durchschlägt, und dessen Hund deutlich. Während ihm Fatma, die einzige Frau in der Firma und Geliebte des Chefs, Avancen macht, verbringt er seine Freizeit lieber mit seinem Hund oder mit Straßen kehren.
Bei einer Sperrmüllaktion fällt ihm ein junger Motorradfahrer auf, der seine Handschuhe in den Müll wirft. Völlig fasziniert behält Sergio die Handschuhe und trägt sie von nun an so oft er kann. Das Haus des jungen Mannes ist von da an sein nächtliches Ziel. Er belästigt dessen Mutter und durchwühlt regelmäßig dessen Müll. Dabei findet er eine alte Schwimmhose des Mannes und auch diese trägt er wie eine zweite Haut.
Als der Müll nach einer Weile nichts mehr herzugeben scheint, klettert Sergio an der Hausfassade hoch, um den Mann zu beobachten. Nicht nur das, er versucht ihm auf Schritt und Tritt zu folgen. Währenddessen spitzt sich die Situation zwischen ihm und Fatma zu. Sie kann nicht verstehen warum er so abweisend ist. Sergio gibt sich immer weniger Mühe sich vor dem Mann, dem er folgt, zu verstecken, er folgt ihm wie ein treuer Hund.
Nach einem Aufenthalt im Schwimmbad wird Sergio von seinem Chef missbraucht.
Von da an zieht er sich immer weiter zurück, nimmt immer mehr tierische Züge an. Er geht nicht mehr ständig aufrecht und nimmt Menschen nicht mehr als solche wahr.
Eines Nachts als er wieder an der Fassade hinaufklettert, bemerkt er, dass der Mann nicht Zuhause ist und bricht ein. Er schaut sich kurz um und markiert das ganze Zimmer wie ein Hund sein Revier. Als er wieder auf dem Rasen ankommt wird er von einem Polizisten überrascht, der ihm Handschellen anlegt. Doch er kann entkommen und trifft wieder auf den Mann. Er bittet diesen um Hilfe die Handschellen loszuwerden, doch dieser weigert sich.
Ich denke dies war der Punkt als aus Faszination, Wut wurde. Er fällt Fatima an und wird entlassen. Was folgt ist die unmittelbare Wandlung von Mensch zum Tier. In einem schwarzen Latexanzug und entsprechender Kappe gekleidet, verliert er alle menschlichen Züge. Er entführt den Mann, den er solange beobachtet hat und schleift ihn ziellos durch die Straßen. Dabei achtet Sergio überhaupt nicht darauf ob er ihn verletzt, es ist wie ein Tier, das sein Opfer mit sich zieht. Als Sergio den Mann schließlich vergewaltigt, ist die Wandlung abgeschlossen. Er streift durch die unendlichen Weiten der Mülldeponie und ernährt sich vom, für Tiere essbaren, Abfall.
|